Jini Meyer - Frei Sein - Cover
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Jini Meyer Frei Sein


  • Label: Sireena Records/Broken Silence
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
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Die ehemalige Luxuslärm-Sängerin mit ihrem Solodebüt und ein paar alten Bekannten im Boot.

Janine „Jini“ Meyer war zehn Jahre lang Mitglied der Iserlohner Pop-Rock-Band Luxuslärm, die innerhalb dieses Zeitraums fünf Alben auf den Markt brachte, wovon drei in den Top 10 der deutschen Longplay-Charts landeten. Anfang August 2016 verkündeten Luxuslärm nach mehr als 250.000 verkauften Tonträgern ihre Auflösung und spielten eine letzte Deutschland-Tournee. Am Ende war Sängerin Jini Meyer (36) das letzte verbliebene Gründungsmitglied von Luxuslärm und erlaubte sich, der Band den Stecker zu ziehen.

Nach zwei Jahren kreativer Pause meldet sich Jini Meyer nun mit ihrem ersten Soloalbum zurück. Dazu holte sie sich ein paar alte Bekannte ins Studio, die auch am Songwriting beteiligt waren. Als da wären: Freddy Hau (Gitarre, Ex-Luxuslärm), Henrik Oberbossel (Gitarre, Ex-Luxuslärm), Sven Zumbrock (Drums, u.a. Fabian Römer) und Stephan Hinz (Bass, Ex-H-Blockx). Dieses Line-up wuchtete insgesamt elf Songs auf das „Frei sein“ betitelte Album, das von Frank Kühnlein produziert wurde.

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Als Ergebnis bietet „Frei sein“ deutsche Texte exklusiv aus Jini Meyers Feder, die in überwiegend rockige Songs gebettet wurden („Herz bleib trumpf“), wobei natürlich auch die eine („Ich lass dich los“) oder andere („Sommer 2010“) Ballade mit an Bord ist. Das alles klingt bodenständig, angemessen rau und nicht nach Charts-Zuckerwatte, obwohl die Songs stets um Eingängigkeit bemüht sind und streckenweise wie eine leicht härtere Silbermond-Ausgabe wirken („Ich will dass du weißt“).

Im Großen und Ganzen ist „Frei sein“ ein angenehm handgemachtes Rock/Pop-Album, das auf einen modernen Anstrich keinen Wert legt und damit gut fährt. Grundsätzlich bietet Jini Meyer zwar nichts, was der geneigte Konsument nicht schon mal woanders gehört hat. Stattdessen steht eine Authentizität im Fokus, mit der sich Jini Meyer als Rockröhre präsentiert, die man ihr glaubhaft abnimmt und stadionrocktaugliche Hits wie „Ein letztes Glas“ oder auch „Es ist okay“ abwirft.

Anspieltipps:

  • Es ist okay
  • Ein letztes Glas
  • Herz bleib trumpf
  • Am Ende des Tages
  • Schmetterlingseffekt
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