Sacred Reich - Awakening - Cover
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Sacred Reich Awakening


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 31 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Metal-Comeback des Jahres. Nach 23 Jahren sind die US-Thrasher aus Arizona wieder da.

Mit Sacred Reich aus Phoenix, Arizona, meldet sich eine Band zurück, die ihr letztes reguläres Studioalbum vor sage und schreibe 23 Jahren veröffentlich hat und in den 80er und 90er Jahren zur Speerspitze des Thrash Metal. Im Jahr 2000 wurden die Pforten bei Sacred Reich allerdings geschlossen. Zwar tauchte die Band in der Folgezeit hier und da auf Konzertbühnen auf, doch erst im Frühjahr 2017 wurde es so richtig ernst. Sacred Reich gingen auf eine ausgedehnte Tournee durch die USA und im Anschluss unterzeichneten die Amerikaner einen neuen Plattenvertrag bei Metal Blade Records.

Sacred Reich nahmen ihr Comeback-Album im heimischen Arizona zusammen mit dem Produzenten und Toningenieur Arthur Rizk (Cavalera Conspiracy, Cro-Mags, Cirith Ungol, Pissed Jeans) in der Besetzung Phil Rind (Gesang, Bass), Wiley Arnett (Gitarre), Joey Radziwill (Gitarre) und Dave McClain (Drums) auf, womit mit Joey Radziwil lediglich ein neues Bandmitglied mit an Bord ist. Rind, Arnett und McClain spielten dagegen bereits im ersten Karriereabschnitt zusammen bei Sacred Reich.

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Mit „Awakening“ legt das Quartett sein erst fünftes Studiowerk vor. Und der Hörer darf sich darauf verlassen, dass die US-Thrasher darauf keinen Unfug treiben. Sie bleiben sich und ihrem Old-School-Sound treu, mit dem Sacred Reich zwar nie die Phalanx der Big Four (Metallica, Megadeth, Slayer, Anthrax) aufspalten konnten, aber trotzdem einen außergewöhnlichen Coolness-Faktor erreichten. So können wir uns auf völlig ausreichende acht Songs mit kernigen Riffs, hohem Tempo und amtlich gebellten Vocals freuen.

„Awakening macht keinen Unterschied zwischen 2019 und 1989. Denn Sacred Reich müssen nun mal so klingen, wie Sacred Reich klingen müssen. Da bleibt nicht viel Platz für progressive Experimente und anderes Gedöns, mit dem Metallica auf „Hardwired… To Self-Destruct“ (11/2016) gerne davon ablenken, dass sie es verlernt haben, in ihren Songs auf den Punkt zu kommen. Bei Sacred Reich geht es dagegen rumpelig, rau und ohne Umschweife auf die Zwölf. Eine halbe Stunde Spielzeit reicht am Ende völlig aus, um wohlwollend zu registrieren: Das Heilige Reich des Thrash Metal ist zurück und bringt uns eine wunderbar solide Scheibe mit feinstem Old-School-Flair mit.

Anspieltipps:

  • Salvation
  • Awakening
  • Death Valley
  • Something to believe
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