Rainhard Fendrich - Starkregen - Cover
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Rainhard Fendrich Starkregen


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „Starkregen“ thematisiert der Österreicher den zwischenmenschlichen Klimawandel unserer Zeit.

Der Österreicher Rainhard Fendrich (64) gehört seit fast 40 Jahren zur europäischen Liedermacherszene und sollte auf gar keinen Fall nur auf seine humoristischen Austropop-Hitsingles wie „Es lebe der Sport“, „Macho, Macho“ oder auch „Tango Korrupti“ reduziert werden, auch wenn Humor noch immer die beste Waffe gegen den Ernst des Lebens darstellt. Mit „Starkregen“ legt der Wiener nun sein 18. Studioalbum vor und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn „Starkregen“ in Fendrichs Heimat nicht das 14. Nummer-1-Album seiner Karriere werden sollte. Schließlich spielt Rainhard Fendrich darauf wieder all seine Stärken aus und verbindet eingängige Pop-Melodien mit scharfsinnigen Beobachtungen des Alltaglebens.

Auf dem von Axel Latta (Lions Head, Tom Novy, 2 Elements) co-produzierten Werk übernahm Fendrich in gewohnter Weise Texte, Musik, Arrangements, Produktion und diverse Instrumente. Die Songs wurden dann zusammen mit Patrick Scales (Bass), Enrico Coromines (Gitarre), Oliver Hahn (Piano) und Christian Einheller (Schlagzeug) eingespielt. Dabei ist eine Liedersammlung herausgekommen, die mit sozialkritischen Texten („Social Media Zombie“, „Burn Out“, „Sag ma net es gibt kann Teufel“) und einem erdigen, handgemachten Sound punktet.

Wer mit etwas Fantasie genau hinhört, wird feststellen, dass sich der Österreicher bei seinen Kompositionen hier und da u.a. von Ed Sheeran („Hinter’m Tellerand“) und Robbie Williams („Nur die Liebe“) inspirieren ließ. Das zeigt, dass Rainhard Fendrich nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch das Ohr an der Zeit hat und auch nach fast 40 Jahren immer noch Alben abliefert, die etwas zu sagen haben, musikalisch keine Schlager-Schlagseite aufweisen und somit eine liebgewonnene Konstante in der deutschsprachigen Musik darstellen, wenn es um die Reflexion des Zeitgeschehens geht.

Anspieltipps:

  • Burn Out
  • Abendrot
  • Mit der Zeit
  • Mein Leben
  • Nur die Liebe
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