Crobot - Motherbrain - Cover
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Crobot Motherbrain


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Crobot entfernen sich deutlich vom Sound ihrer ersten Alben, laufen aber Gefahr in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

Von Pennsylvania aus versuchten Crobot mit ihrem Gemisch aus klassischem Heavy-Rock der Siebziger mit einem zeitgemäßen Sound die Welt zu erobern. Ganz geklappt hat dies nicht, trotzdem war „Something Supernatural“ ein gutes Album. Zwei Jahre später folgte mit „Welcome To Fat City“ ein zweites Album, das zwar noch als solide durchging, aber nicht mehr so ganz überzeugte. Nun folgt nach einer eingeschobenen EP das dritte Album des Quartetts. „Motherbrain“ wurde von Corey Lowery produziert, der auch mit Bands wie Sevendust oder Seether zusammengearbeitet hat.

Dessen Handschrift hört man auf dem neuen Album deutlich. Etwas Heavy-, Grunge- oder Alternative-Sounds waren schon immer Bestandteil von Crobot, der Opener „Burn“ und auch die Vorabsingle „Keep Me Down“ erinnern aber mehr denn je an Bands wie Audioslave oder Avenged Sevenfold. „Drown“ gibt dieser Kombination eine nicht zu leugnende Prise Alice In Chains hinzu. Die eingängigen Refrains erinnern immer wieder an Shinedown, die wohl auch für „Low Life“ Pate standen, das ziemlich postgrungig daherkommt.

„Alpha Dawg“ liefert breitbeinigen Groove-Rock, einzig Brandon Yeagley Gesang wirkt hier ein bisschen zu gestelzt, „Stoning The Devil“ zieht in puncto Härte noch ein bisschen an. Mit „Gasoline“ und „Destroyer“, die beide verschieden, aber gut beginnen, im Verlauf aber immer beliebiger werden laufen Crobot Gefahr den Faden zu verlieren und zu Durchschnittsware zu verkommen. „Blackout“ klingt dann leider so als hätte man ihn schon zum dritten Mal auf diesem Album gehört und der Worst-Case tritt ein. Mit ihren immer mehr an Shinedown und Hinder orientierten Songs verfällt die Band etwas in Bedeutungslosigkeit.

Besser wird es dann nicht mehr wirklich. Trotzdem muss man sagen, dass dieses Album handwerklich gut gemacht ist und auch die Songs nicht schlecht sind. Sie sind leider zu eintönig und überraschungsarm. Mit dem deutlich an Led Zeppelin geschulten Hardrock ihres ersten Albums hat „Motherbrain“ nichts mehr zu tun, was an sich nichts Negatives ist. Etwas mehr Abwechslung hätte allerdings nicht geschadet.

Anspieltipps:

  • Drown
  • Stoning The Devil

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