The Darkness - Easter Is Cancelled - Cover
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The Darkness Easter Is Cancelled


  • Label: Cooking Vinyl/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Liederzyklus über den langsamen, anhaltenden Tod und die glorreiche Widergeburt des Rock'n'Roll.

Nach lediglich zwei durchaus erfolgreichen Majoralben in den Jahren 2003 und 2005 war plötzlich schon wieder Schluss mit der britischen Band The Darkness, die sich als Erfinder der schwer polarisierenden Sparte „humorvoller Glam-Rock“ in Szene gesetzt und jede Menge Top-10-Singles abgeliefert hatte. Schuld waren der exzessive Lebensstil von Sänger Justin Hawkins sowie kreative Differenzen. Trotzdem fand die Band 2011 wieder zusammen und hat seitdem drei Studio- und ein Live-Album auf den Markt gebracht, die zwar aus kommerzieller Sicht nicht an „Permission To Land“ (10/2003) und „One Way Ticket To Hell… And Back“ (11/2005) anknüpfen konnten, die Band aber auf einem guten Weg zeigten.

Das in Eigenregie produzierte „Easter Is Cancelled“ ist das sechste Studioalbum von Justin Hawkins (Eunuchen-Gesang), Dan Hawkins (Gitarre), Frankie Poullain (Bass) und Rufus Tiger Taylor (Drums). Es möchte als Konzeptwerk verstanden werden, für das The Darkness mir nichts dir nichts das Osterfest abgeblasen haben. Blasphemie, die sich auch in der Covergestaltung widerspiegelt und dem typischen Darkness-Humor entspricht. Ist wohl besser, nicht allzu sehr über die Merkwürdigkeiten der vier Briten nachzudenken. Denn letztendlich sind The Darkness auch nur Witzbolde wie Tenacious D und Steel Panther.

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Witzbolde, die sich in der Rockgeschichte sehr gut auskennen und mit viel Liebe zum Detail die Riffs und Ideen der großen Helden der 70er Jahre aufgesogen haben und nun in eigene Songs einfließen lassen. Dazu müssen die Herren ihre Instrumente definitiv beherrschen und beleidigende Tendenzen vermieden werden, wenn Bands wie Queen, The Who, AC/DC, ZZ Top und Black Sabbath in Songs wie „Live ‘til I die“ oder auch „Heavy metal lover“ zitiert werden. Dass The Darkness dabei auch mal über das Ziel hinausschießen, ist normal („Deck chair“). Hauptsache, die Leidenschaft stimmt.

Auf diese Weise liefern The Darkness ein solides, aber auch sensationsfreies Album ab, mit dem die Fans sicher gut leben können. Alle anderen werden wohl auch heuer nur den Kopf schütteln über leicht schwachsinnige Texte und einen Gesangsstil, mit dem sich Gläser zerteilen lassen.

Anspieltipps:

  • In another life
  • Heart explodes
  • Easter is cancelled
  • How can I lose your love
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