The Dark Tenor - Alive - Cover
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The Dark Tenor Alive


  • Label: Red Raven Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4/10 Leserwertung Stimme ab!

Windschnittiges Klassik-Pop-Gemisch eines namenlosen Tenors, der mit „Alive“ sein erstes Live-Album vorlegt.

Seit nunmehr fünf Jahren geistert ein Phänomen namens The Dark Tenor durch die deutsche Musiklandschaft. Geistern deshalb, weil sich der anfänglich mit einer Maske verhüllte Protagonist, der sich hinter dem Pseudonym The Dark Tenor verbirgt und dabei Klassik mit Rock- und Popmusik miteinander verbindet, namentlich nicht in Erscheinung tritt. Es wird lediglich berichtet, dass The Dark Tenor in den USA geboren wurde und in Deutschland in diversen Chören Ensemble-Mitglied war. Mit seinen bisherigen Longplayern „Symphony Of Light“ (10/2014), „Nightfall Symphony“ (09/2016) und „Symphony Of Ghosts“ (09/2018), die über das Majorlabel Polydor Records erschienen, erreichte The Dark Tenor jeweils vordere Plätze in den deutschen Album-Charts. Und auch als Live-Act konnte sich The Dark Tenor ein treues Publikum erspielen.

Eben jenem Publikum gönnt The Dark Tenor nun über seinen neuen Vertriebspartner Tonpool ein Live-Album als Zusammenfassung seines ersten Karriereabschnitts, das zugleich als Appetizer auf die „Laut & Akustisch“-Tour dient, die sich im Spätherbst in Bewegung setzt. Für alle Besucher dürfte dann am Merch-Stand die „Alive“-CD parat liegen. Schließlich haben sich die The-Dark-Tenor-Fans schon lange ein Live-Werk gewünscht, mit dem folgerichtig auch wieder eine hohe Chartposition drin sein sollte, auch wenn The Dark Tenor (Gesang, Gitarre) sowie Jakob Nebel (Gitarre), Eric Krüger (Keyboards). Ilja John Lappin (Bass) und Sebastian Rupio (Drums) grundsätzlich nichts Neues anzubieten haben.

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So präsentieren sich The Dark Tenor und seine Band auf „Alive“ als dem Mainstream zugewandte Grenzgänger zwischen klassischer und moderner Musik, die aus gecoverten Stücken, Eigenkompositionen und klassischem Hausgebrauch aus der Feder von Antonin Dvorak und Antonio Vivaldi besteht. Wer bei dieser Mischung außerdem eine leichte Gothic-Note heraushört, dürfte ebenfalls nicht falsch liegen, nur dass The Dark Tenor stets eine Breitseite Orchestersound aus der Konserve mit in den Ring wirft („Renegades)“.

So erschallt sattsam bekanntes Klassik- („The four seasons“) und leicht zugängliches Popmaterial („A dance without the music“), in das sich immer wieder ein paar gecoverte Klänge einmischen („I miss you“, „Ode an die Freude“). Auffallende Haken und Ösen bietet die Musik von The Dark Tenor dabei nicht. Das Erfurter Publikum ist auf „Alive“ dennoch in guter Stimmung und überträgt diese auf den CD-Hörer, sofern dieser mit dem windschnittigen Klassik-Pop-Gemisch des namenlosen Tenors etwas anfangen kann.

Anspieltipps:

  • Fade
  • Change
  • Wild horses
  • Ode an die Freude
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