Airbourne - Boneshaker - Cover
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Airbourne Boneshaker


  • Label: Spinefarm/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 31 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Luftgitarre, Dosenbier und dicke Eier: Willkommen bei der professionellsten AC/DC-Coverband on Earth.

Die australischen Hardrocker von Airbourne melden sich drei Jahre nach „Breakin‘ Outta Hell“ (09/2016) mit einer halben Stunde frischer Musik zurück. Damit liefern Joel O’Keeffe (Gesang, Gitarre), Harri Harrison (Gitarre), Justin Street (Bass) und Ryan O’Keeffe (Drums) im 16. Jahr ihres Bestehens nicht nur ihr bis dato kürzestes Album ab, sie hatten auch noch die Chuzpe, ohne einen einzigen fertigen Song ins Studio zu gehen. Und das, obwohl Studio-Zeit schweineteuer ist und das gebuchte RCA Studio A in Nashville, Tennessee zu den heilen Hallen der Rock- und Popmusik gehört. Zusammen mit Produzent Dave Cobb (Rival Sons, Chris Isaak, The Shys, Shooter Jennings, Europe, Chris Cornell) wurden dann ein Album aus dem Boden gestampft, das den Geist des Rock’n’Roll der 70er und 80er Jahre beschworen soll.

Schon der titelgebende Opener, der stilistisch so alles bei AC/DC klaut, was man sich von den Airbourne-Landsleuten abschauen kann, macht deutlich, dass dieses Quartett den klassischen Hardrock nicht nur mit der Muttermilch aufgesogen hat, sondern von den Gebrüdern Young scheinbar auch noch einen Freibrief ausgestellt bekam, möglichst viel aus dem AC/DC-Fundus zu übernehmen. Wer dies nicht lustig findet, hat schon verloren. Denn Airbourne können den latenten Eindruck einer – in der Tat gut geölten Coverband – nur schwer kaschieren. Wer allerdings nur die Luftgitarre zu Dosenbier und Smoke kreisen lassen will, ist hier herzlich willkommen.

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Airbourne haben den richtigen Groove („Sex to go“) und eine gute Portion Boogie im Hintern („Backseat boogie“), um es ihren berühmten Landsleuten gleichzutun, sprich: Nicht einfach nur harte Riffs („Boneshaker“) und grell-blökenden Gesang („Blood in the water“) abzufeuern, sondern auch so etwas wie eine musikalische Botschaft zu senden („Rock’n’roll for life“). Besonders originell ist dieses wandelnde Sound-Plagiat dennoch nicht. So eignet sich der Vollgas-Rock der Australier hervorragend zum Party machen, aber auch zu keinem Deut mehr.

Anspieltipps:

  • Sex to go
  • Boneshaker
  • Weapon of war
  • Blood in the water
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