Joe Bonamassa - Live At The Sydney Opera House - Cover
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Joe Bonamassa Live At The Sydney Opera House


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 73 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

So langsam scheint Joe Bonamassa die Lust zu vergehen. Ein Live-Album mit lediglich neun Songs setzt seinem Veröffentlichungswahnsinn die Krone auf.

Joe Bonamassa scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, von jedem Konzert, dass er in einer altehrwürdigen, einer architektonisch interessanten oder sonst irgendwie besonders gearteten Spielstätte gegeben hat, einem Live-Mitschnitt zu veröffentlichen. Nach „Live From The Royal Albert Hall“, „Beacon Theatre: Live From New York“, „An Acoustic Evening At The Vienna Opera House“, „Muddy Wolf At Red Rocks“, „Live At Radio City Music Hall“, „Live At The Greek Theatre“ und „Live At Carnegie Hall: An Acoustic Evening“ folgt nun „Live At The Sydney Opera House“. Und das sind noch lange nicht alle Live-Veröffentlichungen des 42-Jährigen.

Doch während beinahe alle genannten einen gewissen Mehrwert mit sich brachten, üppig mit Songs bepackt wurden oder in ein besonderes Event oder eine besondere Tour dokumentierten kommt die neue Live-Scheibe ziemlich mager und ernüchternd daher. Neun Songs, die Deluxe-Version kommt mit einem Bonus-Track daher, und 73 Minuten Spielzeit spiegeln angesichts der horrenden Eintrittspreise des Gitarristen hoffentlich nicht einen normalen Konzertabend wider. Die Setlist speist sich hauptsächlich aus dem damals aktuellen Album „Blues Of Desperation“, dazu noch „Love Ain’t A Love Song“ vom Vorgänger „Different Shades Of Blue“ und dem auch von Eric Clapton veröffentlichten George Terry-Song „Mainline Florida“.

War „Blues Of Desperation“ noch ein Paradebeispiel wie man kraftvollen Rock mit gefühlvollem Blues kombiniert, kommen die Live-Versionen irgendwie saft- und kraftlos daher. „This Train“ krankt am seltsamerweise einfallslosen Drumming von Anton Fig, der harte Rocker „Mountain Climbing“ wird mit zu vielen Bläsern überladen. Das „Duell“ von Slide-Gitarre und Keyboard im Intro zu „The Valley Runs Low“ ist dagegen einen Hör wert und auch insgesamt wird hier keine schlechte Darbietung gezeigt. Trotzdem erscheint der Gesamtklang irgendwie leer und auch in puncto Ausstattung und Aufmachung hätte man sich mehr Mühe geben können.

Zum Vergleich: „An Acoustic Evening at the Vienna Opera House“ wartet mit 21, „Live At The Greek Theatre“ gar mit 22 Songs auf, seit „Live At Radio City Music Hall“ geht es stetig bergab. Mit solchen Veröffentlichungen tut sich Joe Bonamassa keinen Gefallen, vielmehr setzt ein Live-Album mit neun Songs seinem Veröffentlichungswahnsinn die Krone auf.

Anspieltipps:

  • Mainline Flordia
  • The Valley Runs Low
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