Molly Hatchet - Battleground - Cover
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Molly Hatchet Battleground


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 96 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz diverser Line-up-Wechsel und Todesfälle sind Molly Hatchet noch längst nicht müde und rocken munter weiter.

In Sachen Südstaaten-Rock galten Molly Hatchet aus Jacksonville in Florida immer als das etwas jüngere und kommerziell nicht so erfolgreichen Pendant zu Lynyrd Skynyrd. Doch nicht nur das. Schaut man sich die Liste sämtlicher Ex-Molly-Hatchet-Mitglieder an, kann einem durchaus das Gruseln kommen. So beeindruckt die Liste nicht nur mit einem Dutzend Einträgen, sondern auch damit, dass nur noch vier ehemalige Bandmitglieder am Leben sind – darunter mit Ex-Gitarrist Steve Holland (1974 bis 1984 an Bord) lediglich ein einziges Urmitglied der 1975 gegründeten Band.

Zuletzt verstarb am 26 April 2019 im Alter von 58 Jahren mit Phil McCormack der Sänger der Band. Doch auch davon haben sich Bobby Ingram (Gesang, Gitarre), John Galvin (Keyboards), Tim Lindsey (Bass) und Shawn Beamer (Drums) nicht stoppen lassen. In Zukunft wird Jimmy Elkins das Mikrofon übernehmen. Und diese Zukunft hat längst begonnen. Denn mit „Battleground“ legt die Formation einen neuen (Live-)Tonträger vor, der mit Aufnahmen der „40th Anniversary Tour“ aus den USA, der Schweiz und Deutschland unterstreicht, dass Molly Hatchet auch nach mehr als 40 Jahren nicht aufstecken.

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Die Fans – und nicht nur die – wird es freuen. Denn so frisch von der Leber, wie Molly Hatchet auf „Battleground“ abrocken, wäre es eine Schande, wenn das Quintett nicht weiter auf Tour gehen und vielleicht auch einen neuen Studio-Longplayer einspielen würde. Schließlich hat der letzte Studiodreher „Regrinding The Axes“ (06/2012) im nächsten Jahr bereits acht Jahre auf dem Buckel. Bis dahin dürfen wir uns mit satten 19 Karriere-umfassenden Stücken auseinandersetzen, die den Whiskey-getränkten Sound der Südstaatler in klanglicher und musikalischer Perfektion präsentieren.

So gibt es an „Battleground“ auch nichts zu kritisieren. Wer auf solide Rockmusik mit einem besonderen US-Flair steht und mal wieder Bock auf ein paar Klassiker hat, der bekommt mit diesem Doppelalbum knapp 100 Minuten Spaß und Spielfreude geboten, die absolut ansteckend ist und Lust darauf macht, ein paar alte Molly-Hatchet-Alben aus dem Regal zu holen, um die Party zu verlängern.

Anspieltipps:

  • Justice
  • The journey
  • American pride
  • One man’s pleasure
  • Dreams I’ll never see
  • Why won’t you take me home
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