James Arthur - You - Cover
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James Arthur You


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Melancholischer, Balladen-orientierter Midtempo-Soul-Pop, der Zeit braucht.

James Arthur (31) gewann vor sieben Jahren die neunte Staffel der englischen Ausgabe der Castingshow „The X Factor“. Im Gegensatz zu vielen anderen Siegern von Castingshows tauchte er aber nicht sofort wieder in die Versenkung ab, sondern baute seinen Erfolg kontinuierlich aus und kann bis heute weltweit auf mehr als 25 Millionen verkaufte Tonträger zurückschauen. Ganz ohne Nebengeräusche und kleine Skandale verlief Arthurs Werdegang allerdings nicht. Doch der Sänger und Songschreiber hat Abbitte geleistet und konzentriert sich jetzt wieder auf die Musik.

Zwischen den Album-Veröffentlichungen von James Arthur liegen bis jetzt immer fast genau drei Jahre. Eine lange Zeit, die der Brite geschickt mit Singleauskopplungen und Vorab-Tracks kaschiert, sodass er quasi dauerhaft präsent ist. Auch „You“, sein neuestes Werk, wurde bereits während der Entstehungsphase promotet, indem mit „Naked“ (11/2017), „Empty space“ (10/2018) und „Falling like the stars“ (05/2019) drei Teaser-Stücke veröffentlicht wurden, die am Ende allesamt auf dem satte 17 Tracks umfassenden dritten Longplayer des 31-Jährigen gelandet sind.

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Damit – und mit mehr als 60 Minuten Spielzeit – ist „You“ ein ziemliches Brett, an dem James Arthur mit diversen Produzenten sowie den Kollegen Travis Barker (Blink-182, „You“), Ty Dolla $ign („Treehouse“) und Adam Lazzara (Taking Back Sunday, „Unconditionally“) arbeitete. Doch nicht nur die nackten Zahlen stellen für so manchen Hörer eine Hürde dar. Auch musikalisch ist der melancholische, Balladen-orientierte Midtempo-Soul-Pop des Briten eine Herausforderung, der sich gewiss nicht jeder gerne stellen wird. Als zu weinerlich dürften die meisten Songs eingeschätzt werden. Doch ein genaues Hinhören zahlt sich durchaus aus!

Denn Weinerlichkeit und Melancholie hin oder her: James Arthur schafft es, seinen Kompositionen immer wieder Melodien zu entlocken, die sich langsam, aber sicher ins Gehör schmeicheln und damit einen herbstlich-verträumten Reigen bilden. Ein Blick in die Anspieltipps zeigt dabei, dass die Trefferquote ungewöhnlich üppig ausfällt, was in der heutigen Zeit eine echte Seltenheit geworden ist.

Anspieltipps:

  • Maybe
  • Sad eyes
  • Empty space
  • Car´s outside
  • Homicide love
  • Unconditionally
  • Quite miss home
  • Falling like the stars
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