Laura Cox - Burning Bright - Cover
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Laura Cox Burning Bright


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Laura Cox hat den Hardrock seziert und präsentiert seine Einzelteile ganz ohne Aufregung.

Laura Cox braucht keine fünf Sekunden, um Hörer davon zu überzeugen, dass sie es mit dem Hardrock ernst meint. „Fire Fire“ beginnt wie ein Hardrock-Tutorial. Die Gitarren sitzen, das Schlagzeug treibt die Melodie an und schließlich legt Cox ihr volles Gewicht hinter die Stimme und ist sich auch für raue Töne nicht zu schade. Das Gesamtergebnis will trotz der gut durchdachten und selbstbewusst vorgetragenen Einzelteile zu keinem Zeitpunkt etwas Besonderes werden.

Wenn das erste Mal der Chorus von „Fire Fire“ erklingt, kündigt sich ein Album an, dem der Antrieb fehlt. Weder „Fire Fire“ noch das anschließende „Bad Luck Blues“ nehmen die guten Grundlagen auf, um Hardrock zu erschaffen, der zum Mitrocken einlädt. Gerade „Bad Luck Blues“ kommt einer eigenständigen Dynamik nah, klingt im Zweifel aber doch wie eine Skizze eines Hardrock-Songs und nicht eines Liedes, das sich selbst auszudrücken vermag.

Die handwerkliche Genauigkeit auf „Burning Bright“ vermag das Ausbleiben großer Herzbluttöne nicht zu verdecken, tröstet aber qualitativ über Enttäuschungen hinweg. Die Kritik an Laura Cox ist wie eine innere Verletzung, die sich ohne Fachwissen nicht richtig einordnen lässt. Von außen scheint alles in Ordnung. Auf „Burning Bright“ ist keine klaffende Wunde zu sehen, in die sich der Finger legen lässt. Viele der Tracks überzeugen mit grundsoliden Arrangements, hinter denen allerdings wenig Seele zu spüren ist.

Auf „Burning Bright“ scheint sich Laura Cox dem Hardroc-Genre derart akribisch zu verschreiben, dass das Individuum Laura Cox auf der Strecke bleibt. Den Liedern scheint wichtiger zu sein, wie ein Hardrock-Track zu klingen, statt Hörern zu offenbaren, was für Musik Laura Cox in sich trägt. Letztlich klingt „Burning Bright“ einem Kompromiss gleich, der Stil und Form über den Inhalt stellt. Wenn Cox eine virtuose und kompromisslose Hardrock-Essenz aus ihren Arrangements gepresst hätte, wäre dieser Ansatz eventuell sogar ziemlich reizvoll. Das vorliegende Werk klingt nach ordentlicher Standardware, über die sich niemand beschwert, an die sich aber auch nur wenige erinnern.

Anspieltipps:

  • Bad Luck Blues
  • As I Am
  • Fire Fire

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