Rick Astley - The Best Of Me - Cover
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Rick Astley The Best Of Me


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 110 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein „neues“ Doppelalbum mit allen Hits aus dem Hause Rick Astley. Im Grunde völlig überflüssig, aber aufgrund von elf neu arrangierten Versionen vertretbar.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ein weiteres Best-Of-Album von Rick Astley (53) braucht niemand, auch wenn der Sänger seit ein paar Jahren wieder aktiv ist und mit „50“ (2016) und „Beautiful Life“ (2018) zwei erfolgreiche Alben auf den Markt gebracht hat. Diese können und dürfen nicht der Grund dafür sein, in Sachen Best-Of-Auswertungen mit „The Best Of Me“ das Dutzend voll zu machen. An der wesentlichen Grundlage hat sich nämlich nichts geändert. Und das sind nun mal die Hits aus den späten 80er und frühen 90er Jahren, die schlicht und ergreifend in Stein gemeißelte Pop-Zeitgeschichte darstellen.

Bekannt wurde Rick Astley im Alter von 21 Jahren, als ihn das britische Produktions-Team (Mike) Stock, (Matt) Aitken und (Pete) Waterman (u.a. Kylie Minogue, Mel & Kim, Jason Donovan, Bananarama, Samantha Fox) im Jahr 1987 von der Leine ließ, um ihre stromlinienförmigen Reißbrett Kompositionen, die brutal schnell ins Ohr gingen, zu performen. Und der Plan mit dem jungen Burschen aus Lancashire ging auf: Mit Songs wie „Never gonna give you up“, „Whenever you need somebody“, „Together forever“, „She wants to dance with me“ oder auch „Take me to your heart“ verstopfte Rick Astley in den folgenden Jahren nicht nur die englischen Top 10 und avancierte zum Superstar.

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Knapp vier Jahre schwamm Rick Astley auf einer fulminanten Erfolgswelle, die mit dem Album „Body & Soul“ (1993) ein jähes Ende fand. Das Werk geriet zu einem kapitalen Flop, nachdem sich ein ausgebrannter Rick Astley erst einmal zur Ruhe setze. Spätere Comebackversuche mit „Keep It Turned On“ (2001) und „Portrait“ (2005) waren von keinem großen kommerziellen Erfolg geprägt, sodass die Akte Rick Astley eigentlich als geschlossen galt. Aber mit „50“ gelangt dem damals 50-Jährigen doch noch eine gelungene Rückkehr, die bis heute anhält und mit der neuen Song-Sammlung „The Best Of Me“ den nächsten Output zutage fördert. Dieser wäre allerdings total uninteressant, gäbe es da nicht einen zweiten Silberling…

Darauf hat Rick Astley zehn der 20 Tracks von CD Nummer eins neu arrangiert und als entspannte Akustikballaden eingespielt. Diese bauen auf Piano- („Together forever“, „When I fall in love“, „Hold me in your arms“) und Gitarrenarrangements („Beautiful life“, „She wants to dance with me“) auf und stellen so etwas wie einen inoffiziellen Unplugged-Auftritt dar, der die Stimme des 53-Jährigen klar in den Mittelpunkt stellt und mit den abgespeckten Arrangements die Essenz der Kompositionen in zeitlose Hits umwandelt, die ganz wunderbar ohne den typischen 80er-Jahre-Sound auskommen.

Anspieltipps:

  • Try
  • Cry for help
  • Hold me in your arms
  • When I fall in love with you
  • Whenever you need somebody
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