Prong - Age Of Defiance EP - Cover
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Prong Age Of Defiance EP


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 20 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine EP als Garantie für die Devise „All Killer, No Filler“? Nicht ganz!

Etwas mehr als zwei Jahre nach dem harten „Zero Days“ haben sich Prong um Mastermind Tommy Victor dazu entschieden in nächster Zeit mehr auf EPs statt auf Alben zu setzen. Laut Victor, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent in Personalunion, bestehe auf EPs nicht die Gefahr auf Filler setzen zu müssen, um die Platte vollzumachen. Nicht dass Prong dies je nötig hatten, wie der New Yorker in Interviews stets betont.

Schade nur, dass die neue EP seiner Band „Age Of Defiance“ mit dem eröffnenden Titelsong gleich zu Beginn auf einen solchen unausgegorenen Song setzen muss. Sehr New Metal-lastig klingt die Band nach dem Jahr 2000 und wirkt so etwas angestaubt und Pseudo-Modern. Viel besser dann der harte Nackenbrecher „End Of Sanity“. Das Gemisch aus Thrash-Riffs und Industrial-Klängen kommt deutlich aggressiver und intensiver daher als der Opener und wirkt daher auch authentischer.

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Dass der Alternative-Metal-Song „Rude Awakening“ klasse ist, weiß man schon seit der 1996 erschienenen gleichnamigen LP von Prong. Hier gibt es ihn in einer „neuen“ Version zu hören. Warum Tommy Victor allerdings auf eine 20-minütige EP, die deshalb erscheint, damit man keine Füllsongs braucht, eine sich nur marginal unterscheidende Coverversion eines eigenen Songs packt, hinterlässt durchaus fragende Gesichter. Die beiden folgenden „Another Worldly Device“ und „Cut Rate“ sind wieder deutlich thrashiger und erinnern deutlich an Pantera wollen aber nicht so wirklich zünden.

Das Konzept von Tommy Victor ist nicht aufgegangen. Im direkten Vergleich sind unter den fünf Songs der neuen EP „Age Of Defiance“ mehr Filler zu finden als auf dem letzten vollwertigen Album „Zero Days“. Aus klanglicher Sicht zeigt sich der Gitarrist wiederum als guter Produzent, der seiner Band einen fetten Sound spendiert. Vielleicht sollte er beim nächsten Album seines Teilzeit-Jobs bei Danzig seinem Chef bei der Produktion unter die Arme greifen.

Anspieltipps:

  • End Of Sanity
  • Rude Awakening

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