Ringo Starr - What´s My Name - Cover
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Ringo Starr What´s My Name


  • Label: Hip-O Records/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ringo Starr ist und bleibt kein Genie wie Paul McCartney und John Lennon. Doch für seine einfach gestrickte Musik hat ihn der Hörer trotzdem gern.

Während neue Alben von Paul McCartney (77) noch immer als Großereignis abgefeiert werden, obwohl sie dies schon lange nicht mehr sind (siehe: „Egypt Station“, 09/2018), sind die Werke seines Beatles-Kollegen Ringo Starr (79) immer nur ein paar Fußnoten wert. Der ehemalige Beatles-Drummer gilt eben nicht als Genie, so wie John Lennon und Paul McCartney. Dafür sind seine Sympathiewerte ungebrochen hoch und die Erwartungshaltung an seine Musik angenehm bodenständig. So bleiben Enttäuschungen in der Regel aus und jeder (Künstler und Hörer) ist am Ende des Tages irgendwie glücklich und zufrieden.

Mit dieser „Peace, Love & Happiness“-Attitüde begehen wir auch die Veröffentlichung des mittlerweile 20. Studioalbums des 79-Jährigen, der vom Cover von „What’s My Name“ mit der typischen Ringo-Geste grüßt und dabei natürlich eine Sonnenbrille auf der Nase trägt. 35 Minuten Musik hat uns Ringo dabei mitgebracht, bei der ihm so illustre Gäste wie Paul McCartney, Joe Walsh, Edgar Winter, Dave Stewart, Benmont Tench, Steve Lukather, Nathan East, Colin Hay, Richard Page, Warren Ham, Windy Wagner und Kari Kimmel halfen. Es ist halt immer lustig im kalifornischen Homestudio von Ringo. Da schauen die Kollegen gerne vorbei.

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Bedeutungsschwangere Musik können auch weiterhin andere machen, aber nicht Ringo Starr. Er vertraut auch auf „What’s My Name“ den altgedienten Formeln der Popmusik und mischt Gute-Laune-Tracks wie „Magic“ oder auch „Better days“ mit schnulzigen Balladen („Grow old with me“) und Coverversionen wie „Money“. Schnell wird klar, dass auch „What’s My Name“ eine reine Spaßveranstaltung darstellt, bei der verbissener Ehrgeiz ein Fremdwort ist. Deshalb schleichen sich neben netten Stücken wie „Life is good“ und „It’s not love that you want“ auch diverse Durchschnitts-Tracks ein. Und bevor sich der Hörer versieht, ist das Album auch schon durchgelaufen.

Am Ende kann Ringo auch heuer niemand dafür böse sein, dass er musikalisch eher einfach gestrickt ist und einfach nur Spaß haben und im Idealfall Botschaften wie „Send love spread peace“ an die Frau und an den Mann bringen möchte. Dieses Ziel erfüllt „What’s My Name“ in bewährter Weise. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Anspieltipps:

  • Magic
  • Life is good
  • Thank god for music
  • It’s not love that you want
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