Lotte - Glück - Cover
Große Ansicht

Lotte Glück


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Album der jungen Newcomerin.

Vor zwei Jahren debütierte Charlotte „Lotte“ Rezbach (24) mit ihrem Album im „Querfeldein“ (09/2017) im boomenden Segment des deutschsprachigen Songwriter-Pop und erreichte damit einen respektablen 30. Platz in den deutschen Longplay-Charts. Mit ihren Singleauskopplungen lief es auf kommerzieller Basis dagegen nicht so toll. Daraus hat die in ihrer Wahlheimat Berlin lebende Sängerin gelernt und den Song „Auf das, was da noch kommt“ im Duett mit dem Kollegen Max Giesinger (31) eingesungen, der seinerseits bereits auf ein halbes Dutzend erfolgreiche Singles zurückblicken kann.

Damit hat das zweite Lotte-Album namens „Glück“, das diesmal von Jules Kalmbacher (u.a. Xavier Naidoo, Mark Forster, Cro, Miss Platnum, Imagine Dragons) und Jens Schneider (u.a. Joris, Max Giesinger, Adesse, Wincent Weiss, Anna Loos) produziert wurde, einen kleinen Werbebonus, der im Idealfall in einen mehr oder weniger hohen Chart-Einstieg umgemünzt werden kann. Glücken (sic!) soll dies mit einer geänderten Herangehensweise. Denn für das zwischen Winter 2018 und Frühling 2019 in Mannheim aufgenommene Werk hatte die 24-Jährige das klare Ziel, kein zweites „Querfeldein“ einzuspielen. Die neuen Songs sollten sich hörbar von denen ihres Debüts unterscheiden, auch wenn dazu die eine oder andere Idee wieder verworfen werden musste.

„Glück“ beginnt tatsächlich verheißungsvoll mit flotten Songs wie „1995“ und „Auf das was noch kommt“. Im Verbund mit Halbballaden wie „Irgendwann vermissen“ und Midtempostücken wie „Schau mich nicht so an“ ergibt sich daraus schnell ein Muster, das gut ins Ohr geht und nach frischen Ideen klingt. Doch im Prinzip ist das Album an dieser Stelle schon zu Ende erzählt. Denn in den folgenden Tracks wiederholt sich das gängige Schema in der durchaus markanten Lotte-Stilistik ein ums andere Mal, ohne dass sich der thematische und musikalische Kosmos signifikant verschiebt.

Dadurch stellen sich trotz einer sehr überschaubaren Spielzeit von knapp 40 Minuten recht schnell Ermüdungserscheinungen ein, die im letzten Drittel des Longplayers auch nicht mehr kompensiert werden können. Ab dann rutscht „Glück“ leider in eine allzu unverbindliche Grundstimmung ab, mit der die anfänglich Euphorie nicht bis ans Ende von „Glück“ gerettet werden kann.

Anspieltipps:

  • Ruf einfach an
  • Wenn Liebe kommt
  • Irgendwann vermissen
  • Schau mich nicht so an
Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
6/10

Könnten Augen Alles Sehen
  • 2019    
Diskutiere über „Lotte“
comments powered by Disqus