Joe Henry - The Gospel According To Water - Cover
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Joe Henry The Gospel According To Water


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
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Joe Henrys „The Gospel According To Water“ ist sehr ruhig geworden.

Seit über 20 Jahren ist Joe Henry hauptsächlich für seien Produktionen bekannt. Er betreute unter anderen Elvis Costello, Aimee Mann oder Loudon Wainwright II bei ihren Alben. Noch viel länger dauert jedoch die Karriere als Singer/Songwriter an, das erste Soloalbum des in North Carolina geborenen Amerikaners datiert zurück ins Jahr 1986. Mit seinem Gemisch aus klassischer Songschreiber-Schule, etwas Country und Folk bringt es Henry auf mittlerweile 15 Alben, darunter das erfolgreiche „Shine A Light: Field Recordings From The Great American Railroad“ mit dem Kollegen Billy Bragg. Mit „The Gospel According To Water“, geschrieben und aufgenommen unter dem Einfluss einer Krebsdiagnose Anfang des Jahres, dessen Behandlung bisher glücklicherweise gut verläuft, erscheint nun das neue Album des 59-jährigen.

Musikalisch ist es ein sehr ruhiges Album geworden. Akustikgitarre und Gesang, hier und da etwas Background-Gesang, da mal ein Blasinstrument, hier mal ein paar Soundcollagen, dort ein paar Streicher. Trotzdem wird „The Gospel Acoording To Water“ nie wirklich langweilig. Mal erinnert Joe Henry an John Hiatt („Famine Walk“), mal kommt seine Vergangenheit mit Elvis Costello zum Vorschein, wie im leicht jazzigen „Orson Welles“. „The Fact of Love“ wiederum vermischt Country und Blues, während im Titelsong passenderweise Gospelanklänge zu hören sind. „Bloom“ ist ein klassischer Song eines Songwriters in der Tradition von Bob Dylan.

Textlich beschäftigt sich Henry mit Themen wie Vergänglichkeit oder Flüchtigkeit, auch wenn er in Interviews betont, dass es ich nicht um autobiografische Texte handelt. Vielmehr geht darum Licht im Dunkel und auch in schwierigen Situationen noch Hoffnung zu finden. Insgesamt ist „The Gospel According To Water“ mit 54 Minuten, vor dem Hintergrund der relativen Eintönigkeit vielleicht etwas zu lang geraten. Trotzdem sollten Fans der klassischen Songwriter-Schule ein Ohr riskieren. Ruhig und entspannt, aber auch intim und mitunter emotional.

Anspieltipps:

  • Famine Walk
  • Orson Welles
  • The Fact Of Love

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