Ray Wilson - Upon My Life  - Cover
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Ray Wilson Upon My Life


  • Label: Jaggy D/SOULFOOD
  • Laufzeit: 126 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ray Wilson schaut auf zwei CDs auf die letzten zwei Dekaden seiner Solokarriere zurück.

Der schottische Sänger und Songschreiber Ray Wilson (51) ist seit Anfang der 90er Jahre im Musik-Business aktiv als Frontmann von Bands wie Cut, Stiltskin und Genesis bekannt. Seit 2002 verfolgt Wilson eine Solokarriere und veröffentlicht seitdem in regelmäßigen Abständen neue Alben, die er wiederum mit ausgiebigen Tourneen flankiert. Zwar wird Ray Wilson auch heute noch, 22 Jahren nach dem letzten Genesis-Album, auf seine kurze Phase als Sänger einer der größten Bands aller Zeiten angesprochen, doch im Gegensatz zu anderen Künstlern, die sich ausschließlich auf ihr Solo-Schaffen konzentrieren, macht der 51-Jährige in seinen Konzerten keinen Hehl aus seiner Zeit bei Genesis, auch wenn der Draht zu den ehemaligen Kollegen vermutlich nicht mehr der Beste ist.

Mit „Upon My Life“ legt Ray Wilson nun ein neues Doppelalbum vor, mit dem er die vergangenen 20 Jahre seiner Karriere zusammenfasst. 26 Songs aus neun Alben sowie mit „Come the end of the world“ und „I wait and I pray“ zwei brandneue Tracks hat der Schotte darauf versammelt. Damit fällt der Kaufgrund für Wilson-Fans – abgesehen von der gewohnt hübschen Aufmachung als Digibook – dann doch etwas mager aus. Es sei denn, der eine oder andere möchte noch ein paar Lücken schließen, weil er nicht alle Wilson-Longplayer besitzt. Punktuelle Anspieltipps finden sich hier schließlich zuhauf.

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Geizig ist Ray Wilson mit seiner Compilation jedenfalls nicht. Mehr als zwei Stunden Musik bedeuten qualitativ und quantitativ eine volle Hütte, um den Songwriter Ray Wilson entweder im Detail kennenzulernen oder als Fan einfach nur in Erinnerungen zu schwelgen. Thematisch sind die beiden Silberlinge dazu in eine rockige und in eine eher balladeske CD aufgeteilt. Angeführt werden beide Discs jeweils von den beiden neuen Tracks. Dabei ist stellt sich „Come the end of the world“ als ist ein hymnischer, leicht angerauter Popsong dar, während „I wait and I pray“ eine verträumte Akustikballade geworden ist.

Damit beschließt Ray Wilson den Rückblick auf zwei Dekaden seiner Solokarriere und zeigt damit, dass er kompositorisch zu den besten Rock-Songwritern seiner Generation zählt und leider immer wieder damit konfrontiert wird, dass er Genesis auf dem „Calling All Stations“-Album (09/1997) zu Grabe getragen hat. Nur: An ihm oder seiner Stimme lag dies bestimmt nicht, zumal er auf dem Werk nur bei drei von elf Stücken Songwriting-Credits bekommen hat. Klarer Fall von dumm gelaufen.

Anspieltipps:

  • Alone
  • Change
  • She’s a queen
  • Easier that way
  • Lemon yellow sun
  • Wait for better days
  • Makes me think of home
  • Come the end of the world
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