Beck - Hyperspace - Cover
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Beck Hyperspace


  • Label: Capitol/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Beck und Pharrell Williams machen gemeinsame Sache. Jetzt wissen wir: Hinten kackt die Ente!

Mit seinem 14. Studioalbum, das allein optisch, in Bezug auf das Cover, an Coolness und Style nicht zu überbieten ist, legt Beck Hansen (49) eine ganz spezielle Produktion vor, die beim Studieren der Beteiligten auf puren Charts-Pop schließen lässt. Denn sieben der elf Songs wurden zusammen mit Pharrell Williams (46) geschrieben und produziert, der mit seinem Welthit „Happy“ aus dem Jahr 2013 noch immer in aller Ohren ist. Doch auch die übrigen Studio-Kollaborateure wie Chris Martin, Paul Epworth, Sky Ferreira, Greg Kurstin, David Greenbaum, Terell Hines und Cole M.G.N. können sich sehen bzw. hören lassen.

Beck war schon immer ein Freund von Experimenten und Sound-Veränderungen. Aus diesem Grund weiß der Hörer nie, was ihn auf einem Beck-Album erwartet. Erst recht nicht, wenn die beteiligten Produzenten auf ihre vorherigen Arbeiten durchleuchtet werden. Doch bei Beck kommt eh alles zusammen. Im Laufe seiner Karriere hat er kaum etwas ausgelassen und bis heute Folk, Singer/Songwriter, Alternative Rock, Elektro, Psychedelika, R&B, HipHop und Pop miteinander kombiniert.

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„Hyperspace“ hat sich einer dunkelgefärbten Elektro-Welt verschrieben, die einer nicht so angenehmen Lebensphase des Amerikaners geschuldet ist. Die Scheidung von seiner Frau ist ein Teil davon. Daraus resultierten nur wenige Single-taugliche Stücke wie zum Beispiel „Saw lightning“, das aus Versatzstücken aus der „Loser“-Phase besteht, die um den typischen Produktionsschnickschnack eines Pharrell Williams ergänzt wurden. Eine Mischung, die durchaus ins Ohr und in die Beine geht, aber nicht durchgehend beibehalten wird.

Das Grundgerüst von „Hyperspace“ besteht aus eher ruhig vor sich hin mäandernden Kompositionen, in denen Pink Floyd („Stratosphere“) und die Flaming Lips („Dark places“) auf ein Synthie- Soundbild der 80er Jahren treffen. Das ist zwar nett anzuhören („Everlasting nothing“), aber nicht immer so zwingend arrangiert, dass der Hörer dem Album eine echte Dringlichkeit abgewinnen kann. Man kann eben nicht alles haben.

Anspieltipps:

  • Chemical
  • Stratosphere
  • Saw lightning
  • Everlasting nothing
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