Sing Meinen Song - Das Tauschkonzert Volume 7 - Cover
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Sing Meinen Song Das Tauschkonzert Volume 7


  • Label: Music For Millions/TONPOOL
  • Laufzeit: 180 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch Staffel 7 steht wieder unter der Aufsicht von Hausmeister Michael Patrick Kelly.

Seit Anfang Mai wird die inzwischen siebte Staffel der Musik-Show „Sing meinen Song“ vom TV-Sender ausgestrahlt. Die acht Folgen wurden in Südafrika aufgezeichnet und werden in den kommenden Wochen unter der Leitung von Gastgeber Michael Patrick Kelly, der schon zum dritten Mal dabei ist, über dir Bildschirme flimmern. Als Teilnehmer wurden diesmal Max Giesinger, Lea, Nico Santos, Jan Plewka (Frontmann der Band Selig), MoTrip sowie die niederländische Sängerin Ilse DeLange eingeladen, was wie immer eine bunt gemischte und stilistisch sehr unterschiedliche Truppe ergibt.

Der Kult lebt also weiter. Songs werden munter getauscht und von den Kolleginnen und Kollegen auf eigene Art interpretiert. Dabei entstehen angeblich sogar Freundschaften und echte Gefühle sollen auch im Spiel sein. Kurz gesagt: Käme sich der TV-Zuschauer verarscht vor oder würden die Performances langweilig bzw. unerträglich schlecht sein, hätte das Format nicht bis heute so lange überlebt. Zudem sollten immer auch ein paar Hits im Portfolio sein, die der Otto Normalverbraucher kennt. In der Endabrechnung bedeutet dies für Staffel sieben von Sing mein Song: Drei randvolle CDs mit 50 Tracks!

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Am Anfang widmet sich das Ensemble den Songs von Max Giesinger. Hier liefert MoTrip eine etwas schläfrige Version von „80 Millionen“ ab, während Michael Patrick Kelly Giesingers „Wenn sie tanzt“ geglückt ins Englische übersetzt. „Für dich“ hat in der Interpretation von Ilse DeLange den für die Niederländerin typischen Americana-Einschlag und Jan Plewkas Pathos nimmt auch „Leerer Raum“ mit Leichtigkeit ein. Jan Plewka ist es auch, der aus Nico Santos‘ „Better“ eine swingende Pop-Polka macht und Ilse DeLange funktioniert „Rooftop“ in eine gefühlvolle Ballade um. Max Giesinger („Unforgettable“) und Michael Patrick Kelly („Die in your arms“) holten dagegen die Rock-Gitarren heraus und zeigten den Santos-Songs, was eine Harke ist.

Das Liedgut von Ilse DeLange ist hierzulande sicher nicht ganz so geläufig. Doch Stücke wie „Where dreams go to die“, das in der Version von Jan Plewka an den großen Johnny Cash gemahnt und „Calm after the storm“, das von Max Giesinger gesungen an U2 erinnert, zeigen, dass die Niederländerin ein paar starke Kompositionen in petto hat. Damit ist die erste Hälfte fast geschafft und schon hier wird klar, dass die Chemie heuer ganz besonders gut stimmt und negative Ausreißer quasi nicht vorkommen. Das war bei den vorherigen Staffeln deutlich anders. So aber beweist Michael Patrick Kelly, dass er auch rappen kann („Embryo“) und Ilse DeLange verpasst dem Selig-Klassiker „Ist es wichtig“ einen Country-Twang. Das hat Stil!

Grundsätzlich waren die stets sehr speziellen Songs von Selig die härtesten Brocken der siebten SMS-Ausgabe. Doch die Protagonisten meisterten auch diese Hürde souverän. Wer deshalb Lust auf mehr bekommen hat, muss nicht darben. Denn bis auf Gastgeber Michael Patrick Kelly haben sich alle Teilnehmer der aktuellen „Sing meinen Song“-Staffel beeilt, um parallel zur TV-Ausstrahlung neue Alben an den Start zu bringen: Nico Santos, Lea und Ilse DeLange im Mai, MoTrip und Max Giesinger im Juni. Sogar von Selig wurde eiligst ein neues Best-Of-Werk zusammengeschustert. Wer will dazu noch nein sagen?

Anspieltipps:

  • Leiser
  • Für dich
  • Ohne dich
  • 110 (Prolog)
  • Leerer Raum
  • So wie du bist
  • Die in your arms
  • Calm after the storm
  • Where dreams go to die
  • Von Ewigkeit zu Ewigkeit
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