ZSK - Ende Der Welt - Cover
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ZSK Ende Der Welt


  • Label: Century Media/Sony Music
  • Laufzeit: 34 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
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„Hallo Hoffnung“ (07/2018) ist passé! Nun ist die Welt scheiße, aber das Leben auch ein bisschen schön, finden ZSK.

Hallo Hoffnung“ (07/2018) ist passé! Nun ist die Welt scheiße, aber das Leben auch ein bisschen schön, finden ZSK. Und deshalb präsentieren die Wahl-Berliner Polit-Skate-Punks mit „Ende der Welt“ ihren sechsten offiziellen Longplayer, der sich dem Titel entsprechend mit brandheißen Themen wie Antifa, Black Lives Matter, Fridays For Future, Hambacher Forst und der Corona-Pandemie befasst, die nicht nur das Leben der jugendlichen ZSK-Hörer tangieren. Denn Scheiße geht uns alle an!

Diese Botschaft wollten uns Joshi (Gesang, Gitarre), Matthias (Schlagzeug), Ace (Gitarre) und Eike (Bass) eigentlich bereits im vergangenen Sommer mitteilen. Doch das Album wurde Corona-bedingt von August 2020 auf Januar 2021 verschoben. Viel verändert hat sich seitdem nicht. Das Virus geht uns weiterhin auf den Sack, an Live-Events ist nicht zu denken und die ganze Welt macht sich Sorgen, wie es weitergehen soll. Zeit für ZSK, uns mitzuteilen, dass der Kampf nicht verloren und eine bessere Welt möglich ist.

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Dazu reicht das Quartett ein Dutzend Songs in verträglichen 34 Minuten Spielzeit an, die sich in gewohnter Weise auf das „Drei Akkorde für ein Halleluja“-Muster berufen. Lediglich die sehr persönliche Halbballade „Stuttgart“ fällt ein wenig aus dem Rahmen. Ansonsten wird die Punk-Gemeinde mit den üblichen Ska-Tönen („Rumstehen“, „Macht’s gut“) und Skate-Hymnen („Ich feier euch“, „Die Kids sind okay“) bedient, an denen auch Chris Barker von Anti-Flag („Sage mir wie lange“) und der Rapper Swiss („Kein Talent“) mitgearbeitet haben.

Besondere Abwechslung kommt auf „Ende der Welt“ demnach nicht auf. Denn ZSK verlassen weder inhaltlich noch musikalisch ihr angestammtes Terrain, das die Band bereits Ende der 90er Jahre definiert hat und bis heute pflegt. Handwerklich haben sich ZSK dabei freilich verbessert, was leider nichts daran ändert, dass „Ende der Welt“ über weite Strecken wie ein Lockruf aus dem Museum des Punkrock klingt.

Anspieltipps:

  • Stuttgart
  • No Justice
  • Kein Talent
  • Ende der Welt
  • Die Kids sind okay
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