Vanessa Mai - Mai Tai - Cover
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Vanessa Mai Mai Tai


  • Label: Ariola/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Frühling wird mit einem bunten Cocktail aus Schlager- und Popmusik eröffnet.

Mit „Mai Tai“ präsentiert Schlagersängerin Vanessa Mai (28) bereits ihr siebtes Soloalbum, das im September 2020 vorangekündigt wurde und mit den Songs „Sommerwind“, „Mitternacht“, „Leichter“ und „Ruf nicht mehr an“ inzwischen vier Singleauskopplungen vorweisen kann. Diese deuteten mehr als nur an, dass Vanessa Mai auf dem Weg ist, das Schlagerfach mehr und mehr zu verlassen und musikalisch von Pop und R&B bis hin zu Elektro und HipHop mehr zuzulassen. So wie bei einem bunten Cocktail. „Mai Tai“ eben. Insbesondere für (ältere) Schlager-Puristen ist diese Entwicklung sicher nur schwer nachvollziehbar.

Dieser Schritt wurde allerdings nicht aus einer spontanen Laune heraus geboren. Die Stilkorrektur wurde bereits auf „Schlager“ (08/2018) und „Für immer“ (01/2020) aufgegriffen und nun konsequent zu Ende geführt. Auf diese Weise eröffnet „Mai Tai“ die Frühlingssaison mit einer leichten Brise Pop („Sommerwind“) und Herzschmerz-Themen in allen Facetten („Morgenlicht“). Dabei fällt auf, dass alle 14 Songs einer strikten Regel folgen, nach der spätestens in drei Minuten alles erzählt sein muss. Entsprechend geht es Schlag auf Schlag, sodass Langeweile gar nicht erst aufkommen kann.

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Handwerklich bewegen sich weiterhin viele Melodien und Textideen im Schlagerfach („Ruf nicht mehr an“, „Landebahn“), doch das Drumherum ist noch einmal deutlich moderner geworden („Leichter“). So wurde mit Fourty („Mitternacht“) nach Olexesh („Wir 2 immer 1“) erneut ein Deutsch-Rapper eingeladen und mit der Coverversion von Andreas Bouranis Hit „Auf anderen Wegen“ ein Tribut an einen der Lieblingssongs von Vanessa Mai untergebracht. Auf „Mai Tai“ wird eben alles verbraten, wozu Vanessa Mai und ihr Produzenten-Team Lust hatten. Ein Segen wer seine künstlerische Freiheit ausleben kann, ohne dass die Plattenfirma reinredet bzw. querschießt.

Fazit: Mit ihrer Dauerpräsenz in den sozialen Medien und Singleauskopplungen im Vier-Wochen-Takt hat Vanessa Mai die Grundlage für „Mai Tai“ gelegt. Ein Album, mit dem die 28-Jährige das Genre ordentlich renoviert, ohne die ursprünglichen Gene zu verleugnen, aber auch keine Revolution auslöst, da der Hörer schon seit zwei Jahren auf diese Metamorphose vorbereitet wurde, die nun am Ziel angekommen zu sein scheint.

Anspieltipps:

  • Safe Du
  • Gib nie auf
  • Sommerwind
  • Eine Sekunde
  • Ruf nicht mehr an
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