No Angels - 20 - Cover
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No Angels 20


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 71 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
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Aus Alt mach Neu: Die No Angels sind wieder da und feiern ihr 20-jähriges Jubiläum.

Die No Angels sind wieder da! Die im Jahr 2000 aus der TV-Castingshow „Popstars“ hervorgegangene Girlgroup gehört mit mehr als fünf Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Produkten, die bis heute aus einer der zahlreichen Castingshows im deutschen Fernsehen hervorgegangen sind. Nach diversen Trennungen, Reunions und Comebacks melden sich nun Nadja Benaissa (39), Lucy Diakovska (45), Sandy Mölling (40) und Jessica Wahls (44) – allerdings ohne Vanessa Petruo (41) – zwölf Jahre nach dem letzten Longplayer „Welcome To The Dance“ (09/2009), ein weiteres Mal zurück, wobei niemand so genau weiß, ob diese Rückkehr von Dauer sein wird. Eine Tournee im Jahr 2022 wäre jedenfalls eine Option.

Eigentlich sollte nur das 20-jährige Jubiläum der Hitsingle „Daylight in your eyes“ mit einem Remake gefeiert werden. Doch dann wurde entschieden, unter der Ägide von Songschreiber und Produzent Christian Geller (u.a. LaFee, Oli.P, Giovanni Zarrella, Befour, David Hasselhoff, Heino, Caught In The Act) ein ganzes Album mit den alten Hits neu einzuspielen. Vielleicht als Testballon, ob das Phänomen No Angels auch heute noch dieselbe Wirkung zeigt, wie vor 20 Jahren. Bis dahin sprechen wir also nicht von einem Comeback und checken nur das Potenzial der vier neuen Tracks sowie der 16 auf modern getrimmten Klassiker.

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Die vier Engelchen haben sich mit Anfang 40 also noch mal fein rausgeputzt, um ihren auf „20“ nicht chronologisch sortierten, neu arrangierten Hits stimmlich und optisch einen neuen Kick zu geben. Über die Notwendigkeit muss dabei nicht gestritten werden. Hier geht es auch um Business und Geld. Schließlich wechselte erst kürzlich der gesamte Back-Katalog des alten No-Angels-Labels Cheyenne Records (u.a. Monrose, Bro’Sis, Nu Pagadi, Preluders, Queensberry) zu BMG Rights Management, die mit den übrigen Cheyenne-Acts unter Umständen Ähnliches geplant haben, auch wenn diese nicht über ein vergleichbares Füllhorn an gut angehangenen Trash-Pop-Hits verfügen.

Die No Angels hatten in Deutschland immerhin vier Nummer-1-Hits und sechs weitere Songs, die sich in den Top 5 platzieren konnten. Damit ist der Ohrwurmgrad auf „20“ entsprechend hoch, zumal sich die überarbeiteten Arrangements noch nicht mal ansatzweise in Experimenten verstricken. Auch Nicht-Fans erkennen sofort wieder, was über Jahre in den Charts und im Radio vorzüglich funktionierte. Die neuen Stücke haben es dagegen erwartungsgemäß schwer, fallen aber nicht negativ auf. Insbesondere „We keep the spirit alive“, das sich ein paar Harmonien von The Weeknds „Blinding lights“ einverleibt hat, kann ganz gut mithalten.

Die No Angels hatten in Deutschland immerhin vier Nummer-1-Hits und sechs weitere Songs, die sich in den Top 5 platzieren konnten. Damit ist der Ohrwurmgrad auf „20“ entsprechend hoch, zumal sich die überarbeiteten Arrangements noch nicht mal ansatzweise in Experimenten verstricken. Auch Nicht-Fans erkennen sofort wieder, was über Jahre in den Charts und im Radio vorzüglich funktionierte. Die neuen Stücke haben es dagegen erwartungsgemäß schwer, fallen aber nicht negativ auf. Insbesondere „We keep the spirit alive“, das sich ein paar Harmonien von The Weeknds „Blinding lights“ einverleibt hat, kann ganz gut mithalten. Das alte Feeling, als irgendwie jeder in mindestens ein No-Angel verliebt war, kann „20“ freilich nicht wiederherstellen. Dazu ist die Magie leider auf der Strecke geblieben.

Anspieltipps:

  • Someday
  • All cried out
  • Still in love with you
  • When the angels sing
  • We keep the spirit alive
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