Svaba Ortak - Atlas Oder Nada - Cover
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Svaba Ortak Atlas Oder Nada


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 67 Minuten
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Svaba Ortak steht für authentischen Balkan-Rap aus dem Herzen Österreichs.

Der Sommer ist allgemein die Saure-Gurken-Zeit der Musikindustrie, in der die ganz großen Themen außen vor bleiben. Erst im Herbst wird der Markt dann wieder mit Top-Themen überhäuft. Dieses Vorgehen zieht sich durch alle Genres und schafft Raum für Newcomer und Independent-Künstler, die sich in den wenigen heißen Monaten leichter und mehr Aufmerksamkeit verschaffen können. Aus diesem Grund rückt zum Beispiel der in letzter Zeit etwas brachliegende Deutsch-Rap mit Acts wie Mo-Torres, Duzoe, Kasimir1441 oder auch Asche (um nur ein paar zu nennen…) wieder ein bisschen mehr in den Fokus. Wir schließen uns dem an und stellen vor: Pavle Komatina alias Svaba Ortak (28).

Svaba Ortak ist ein in Wien, Österreich, geborener Sohn einer bosnischen Kroatin und eines Serben, der bereits als Jugendlicher von der US-HipHop-Kultur beeinflusst wurde (Stichwort: The Game und Eminem) und dieser recht schnell selbst nacheifern musste. Svaba machte sich in heimischen Breitengraden auf die Suche nach artverwandten Musikern, die er u.a. in RAF Camora und der Ottakringer Crew fand. Dies war die Initialzündung, um als Schüler ins Rap-Game einzusteigen und mit Mixtapes und YouTube-Veröffentlichungen erste Duftnoten zu setzen. Dieses sprachen sich im Laufe der Jahre so gut herum, dass Svaba Ortak im Winter 2018 von Sony Music Austria unter Vertrag genommen wurde.

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Dort erschien das äußerst stabile Debütalbum „Eva & Adam“ (03/2019), das sich mit authentisch-frischem Balkan-Rap auf Rang vier der österreichischen Charts platzieren konnte. Zwei Jahre später ist Svaba Ortak mit „Atlas oder Nada“ am Start, mit dem der Österreicher seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben möchte. Dazu bleibt der 28-Jährige seinem auf „Eva & Adam“ etablierten Sound weitgehend treu und verwendet fett produzierte Beats, ein paar Balkan-Style-Samples sowie mit Bedacht eingesetzte Autotune-Parts, zu denen er seine persönlich gefärbten Texte über die Straße und seine Familie rappt. Dabei gibt sich Svaba Ortak selbstreflektiert, aber auch provokant und dominant, wobei er den typischen Dicke-Hose-Scheiß um Bitches, dicke Karren und Bling Bling elegant umschifft.

Damit unterscheidet sich „Atlas oder Nada“ angenehm von den meisten Deutsch-Rap-Produktionen, die oftmals keinerlei Nuancen zulassen und damit sowohl inhaltlich als auch musikalisch im eigenen Saft schmoren und schon längst nichts mehr zu erzählen haben. Svaba Ortak baut stattdessen um die zentrale Trilogie „Arkanum“, „Illusion“ und „Gitara“ eine eigene, atmosphärische HipHop-Landschaft, die sehr viel Potenzial für die Zukunft mitbringt, da zwischen „Eva & Adam“ und „Atlas oder Nada“ eine deutliche Weiterentwicklung hörbar ist.

Anspieltipps:

  • Idemo
  • Bullets
  • Memoiren
  • Ayahuasca
  • GTA Vienna
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