Buckcherry - Hellbound  - Cover
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Buckcherry Hellbound


  • Label: Earache Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Buckcherry mühen sich wie immer, etwas Nachhaltiges zu erschaffen, bleiben aber (auch wie immer) im Durchschnitt hängen.

Als Buckcherry aus Los Angeles Ende der 90er Jahre als frisch gesignter Majoract an den Start gingen, bestand berechtige Hoffnung darauf, dass die Band um Frontmann Josh Todd (51) in die erfolgreiche Sleaze- und Hardrock-Phalanx von Vorreitern wie Mötley Crüe und Guns N‘ Roses vordringen könnte. Die vier Singleauskopplungen ihres selbstbetitelten Debütalbums (04/1999) platzierten sich in den amerikanischen Billboard Charts jeweils in den Top 40, während das Album selbst eine Gold-Auszeichnung für (inzwischen) 750.000 verkaufte Einheiten erhielt, obwohl es nie über Platz 74 hinauskam. Trotzdem war dies ein bemerkenswerter Start, dem mit Album Nummer 3 („15“, 04/2006), das nach einer längeren Pause erschien, noch eins draufgesetzt wurde.

Es erreichte zwar nur den 39. Rang in den US-Charts, konnte aber bis heute mehr als eine Millionen Einheiten absetzen. Damit war allerdings sowohl der kommerzielle als auch der kreative Peak für Buckcherry erreicht. In den folgenden Jahren erschienen zwar regelmäßig neue Longplayer, die aber nur selten über die Durchschnittsmarke hinauskamen. Nichtsdestotrotz haben Buckcherry ihren Platz gefunden, den sie nun seit mehr als zwei Dekaden verteidigen und auch in diesem Jahr mit Frischware versorgen. So haben sich Josh Todd (Gesang), Stevie D (Gitarre), Francis Ruiz (Drums), Kelly Lemieux (Bass) und Billy Rowe (Gitarre) für ihr inzwischen neuntes Studioalbum wieder einmal ihren Stammproduzenten Marti Frederiksen (Aerosmith, Daughtry, The Dead Daisies,Ozzy Osbourne, Def Leppard) geschnappt und und im November vergangenen Jahres in Nashville ein Bündel Songs eingetütet, die unter dem Titel „Hellbound“ auf die Welt losgelassen werden.

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Das Kreativteam Josh Todd, Stevie D und Marti Frederiksen nutzte die Corona-Hochphase, um ihre aufgestaute Energie in zehn zumeist knackige 3½-Minuten-Rocker zu investieren, die dem Genre durchaus Ehre machen, ohne dass Buckcherry in ihrer Karriere künstlerisch ein weiteres Mal nach den Sternen greifen. Denn dazu bieten ihre Songs wie so oft in den vergangenen 15 Jahren zu wenig Hochkarätiges im Sinne von Hooks, Riffs und Melodien. Von potenziellen Radiohits ganz zu schweigen. So bleiben positive Überraschungen leider aus, während Buckcherry diversen Vorbildern wie Guns N‘ Roses („54321“), Aerosmith („Junk“), The Black Crowes („No more lies“), AC/DC meets Slash („Here I come“) und Cinderella („Wasting no more time“) nacheifern.

Damit liegt „Hellbound“ bei einer dürftigen Spielzeit von gerade einmal 36 Minuten bei einer sehr überschaubaren Menge an herausragenden Momenten, denen der Anteil an balladesk angehauchten Tracks zudem nicht sonderlich guttut. So wird die anfängliche Power des Longplayers („54321“, „Hellbound“) Stück für Stück schwächer und die Enttäuschung über ein am Ende wieder nur durchschnittliches Werk größer, womit Buckcherry im Konzert der Großen auf klassischem Vorband-Niveau stagnieren.

Anspieltipps:

  • Gun
  • 54321
  • Here I come
  • Wasting no more time
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