Paradise Lost - Believe In Nothing - Cover
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Paradise Lost Believe In Nothing


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 57 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Sound, den Paradise Lost abliefern, ist nicht gerade innovativ und experimentierfreundlich.

Paradise Lost gibt es jetzt schon ziemlich lange und ihnen scheint die Puste bis heute nicht ausgegangen zu sein. Jedenfalls liefern sie mit "Believe In Nothing" ein blitzsauber produziertes Album ab, das so richtig rockt. Charakteristisch ihr häufiger Synthesizergebrauch, der den Einfluss von Gitarrist und Keyboarder Greg Mackintosh auf die Songs verdeutlicht. Unverkennbar die tiefe Stimme von Sänger Nick Holmes, der ein weites Spektrum an Stimmlagen offenbart, vom Rammstein-Tief bis hin zu Dexter Holland in seinen dunkelsten Zeiten. Kein Lied auf der Platte ist wirklich schlecht. Zwar sind "No Reason" und "Sell It To The World" eher unnötig, aber welches Heavy-Metal-Album darf sich nicht mal einen Aussetzer leisten?

Zu gut sind dagegen das mitreißende "I Am Nothing" mit seinem explodierendem Anfang, der die roten Blutkörperchen pulsieren lässt oder das rockige "Mouth" mit seinem großzügigen Bass. "Fader" klingt zum Teil wie Nirvana in seinen mainstreamigsten Zeiten und "Something Real" sowie "Control" begeistern durch ihr Pathos, das nie nervig wirkt.

Der Sound, den Paradise Lost abliefern, ist nicht gerade innovativ und experimentierfreundlich, die Lieder hören sich zwar fast alle hervorragend an, aber leider auch stets in demselben Stil. Etwas mehr Mut zum Risiko hätte dieser unheimlich routinierten Platte wirklich nicht geschadet. Dennoch: Wer gute Hardrock/Heavy Metal-Musik mag, wird von dieser blitzsauberen Platte und ihren Hymnen einfach nur begeistert sein.

Anspieltipps:

  • Control
  • Mouth
  • I Am Nothing
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