Travis - The Invisible Band - Cover
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Travis The Invisible Band


  • Label: Independiente/SONY
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn Travis mit diesem Album keine allzu großen Innovationen offenbaren, so hat sich der Sound doch weiter entwickelt.

Travis ist eine unsichtbare Band. Völlig unspektakulär und ohne Allüren. Das wäre ihr im kurzlebigen Musikgeschäft wohl auch zum Verhängnis geworden, wäre damals auf dem Glastonbury - Festival 1999 nicht dieses Lied "Why Does It Always Rain On Me" vom Album "The Man Who" gespielt worden. Denn sobald die ersten Akkorde von Gitarrist Andys Gitarre in die Menge geschleudert waren, fing es an zu regnen: Purer Zufall, für Travis aber der Aufstieg zu einer richtigen Kultband. So wurde "The Man Who" ein echtes Erfolgsalbum und bescherte Travis auch hierzulande Erfolg. Ein Nachfolger ließ jetzt zwei Jahre auf sich warten. Das Warten hat sich gelohnt.

Auch wenn Travis mit "The Invisible Band" kein allzu großen Innovationen offenbaren, so hat sich der Sound doch weiter entwickelt. Den Hürdensprung des "Difficult Third Album" haben Travis jedenfalls mit Bravour bestanden. Das Album klingt wunderbar entspannt, locker und optimistisch. Sicher soft, was in "Cage" gipfelt, aber immer unterhaltsam und vor allem flott wie z.B. das großartige "Sing", dass von einem stimmungsvollen Banjo geleitet wird oder das Glanzstück "Side", das simple Lebensweisheiten liefert, mit denen sich jeder identifizieren kann. Weiterhin fallen positiv auf: "Pipe Dreams", in Ähnlichkeit zu "Driftwood" von "The Man Who" sowie "Flowers In The Window", dass an die besten Beatles-Kompositionen erinnert.

Sehr überzeugend und gänsehautfördernd auch der Schlusstrack "The Humpty Dumpty Love Song", der durch Synthesizer getragen eine unnachahmliche Atmosphäre erzeugt. Negativ fällt eigentlich kaum etwas auf: Sicher, vielen wird die CD zu soft sein, aber die Songs sind derart eindringlich und eingängig, dass eigentlich jeder einen gewissen Gefallen daran finden wird. "Afterglow" und "Indefinetly" sind die schwächsten Songs auf der Platte, wobei sie im Vergleich zu vielen anderen Sachen, die den Popmarkt besudeln, geradezu kleine Meisterwerke sind. Das Album ist für Travis eine Weiterentwicklung auf hohem Niveau und verdeutlicht einmal mehr das sensible Songwritertalent von Frontmann Fran Healy und die Einmaligkeit des Travis-Sounds.

Anspieltipps:

  • Driftwood
  • Sing
  • Flowers In The Window
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