Hoobastank - Hoobastank - Cover
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Hoobastank Hoobastank


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nu-Metal bzw. Nu-Rock sind die aktuellen Zauberwörter der Musikbranche. Ausgelöst vom weltweiten Erfolg der Gruppe Limp Bizkit schießen plötzlich massenhaft Rock- und Metalbands aus dem Nichts in die Charts: Linkin Park, Staind, Papa Roach, 3 Doors Down, Godsmack, Primer 55 und wie sie alle heißen. Vergleichbar mit der in den frühen 90er Jahren in Seattle ausgelösten Grunge-Hysterie, signen die Plattenfirmen zurzeit alles, was sich auch nur im Entferntesten nach Limp Bizkit und Co. anhört. Ob dies auch in Zukunft so weiter geht, oder bald ein weiterer Trend nach erfolgreicher Ausbeutung durch die Industrie beerdigt werden kann, muss abgewartet werden.

Hoobastank aus Kalifornien sind jedenfalls die neuesten Vertreter des Nu-Rock-And-Metal-Genres, die jetzt auch bei uns, leicht verspätet, ihr Majordebüt veröffentlichen. 1998 als Schülerband gegründet, führte der Weg der vier Musiker schnell ins professionelle Lager. Das selbstvertriebene Erstlingswerk („They sure don´t make Basketball shorts like they used to“) wurde in Fankreisen ein Renner, sodass bald die großen Labels anklopften. Ausgestattet mit einem fürstlichen Budget aus dem Hause Universal Music ging die Band mit Produzent Jim Wirt (Incubus, Fiona Aple) ins Studio und spielte in zwei Monaten zwölf Songs für die vorliegende CD ein.

Beim Hören des Albums bemerkt man sofort das feine Gespür der Songwriter für einprägsame Melodien und schneidige Gitarren-Hooklines. Und das, obwohl ich auch nach mehrmaligen Hörgenuss keinen echten Ohrwurm ausmachen konnte (Szene-Running-Gag: Plattenfirmenboss zum Musiker: „... Wo ist die Single? Geh noch mal ins Studio und schreib gefälligst einen Hit!“). Dies lässt sich jedoch verschmerzen, denn so klingt das Album wie aus einem Guss und nicht wie eine Ansammlung einzelner Hitsingles, die von tonnenweise Füllmaterial zusammengehalten werden.

Hoobastanks erste offizielle Veröffentlichung ist bestimmt kein Pflichtkauf. Aber als netter Zeitvertreib bis zum nächsten Papa-Roach-Album (kommt voraussichtlich im Juni 2002) allemal geeignet

Anspieltips:

  • Give it back
  • Crawling in the dark
  • Remember me
  • Runnig away
  • Pieces
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