Mother Tongue - Streetlight - Cover
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Mother Tongue Streetlight


  • Label: Nois-O-Lution/INDIGO
  • Laufzeit: 48 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer auf Crossover steht und nichts gegen eine Vermengung von Blues, Funk und Grunge hat, liegt mit dieser CD richtig und kann ohne Bedenken zugreifen.

Eine Legende der modernen Rockmusik kehrt acht Jahre nach ihrem Debütalbum auf die Bühne des Showbiz zurück. Die mit nur einer Plattenveröffentlichung zum Mythos gewordene Gruppe Mother Tongue aus Los Angeles feiert mit „Streetlight“ ein von der verbliebenen Fangemeinde fieberhaft herbeigesehntes Comeback.

Verfolgt von einer schier ewigen Pechsträhne, musste die Gruppe harte Zeiten durchmachen. Zuerst verließ Gitarrist Jesse Tobias, Hauptverantwortlicher für den funky Sound, die Band. Dann wurde aus dem Proberaum das komplette Equipment im Wert mehreren Tausend Dollar gestohlen. Und zu allem Überfluss kündigte der Major Sony Music den Recorddeal auf. Völlig entnervt lösten sich Mother Tongue 1996 auf und es wurde still um die Musiker.

Als vor rund einen Jahr erste Gerüchte einer Reunion nach Deutschland schwappten, war die Freude groß. Schließlich haben Mother Tongue hier den größten Fankreis nach den USA. Zwar dauerte es mit der Veröffentlichung der neuen CD bis April 2002. Doch das Warten hat sich gelohnt. Bryan Tulao (Gitarre), David Gould (Vocals/Bass), Chris Cano (Drums) und Christian Leibfried (Gitarre) feuern in knapp 39 Minuten 13 energiegeladene Songs auf den Hörer ab, die wieder alle so geschätzten Vorzüge bieten: Psychedelischer Blues gepaart mit Funkrock im Stile der frühen Red Hot Chili Peppers.

Es ist gar nicht notwendig einzelne Songs besonders herauszuheben, da das Werk wie aus einem Guss klingt. Auch macht sich die recht kurze Spieldauer positiv bemerkbar. So hat Füllmaterial erst gar keine Chance. Auch wenn man sich nach meiner Meinung die zwei die Instrumentalstücke („Nightbirds“, „Streetlight“) hätte sparen können.

Wer auf Crossover steht und nichts gegen eine Vermengung von Blues, Funk und Grunge hat, liegt mit dieser CD richtig und kann ohne Bedenken zugreifen.

Anspieltipps:

  • CRMBL
  • Future
  • Trouble came
  • F.T.W.
  • Modern man
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