Matthew Good Band - The Audio Of Being - Cover
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Matthew Good Band The Audio Of Being


  • Label: Universal
  • Laufzeit: 55 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein bis zum Ende spannendes Album, das auch nach mehrmaligen Hören nicht langweilig wird.

In ihrer kanadischen Heimat zählt die 1995 in Vancouver gegründete Matthew Good Band zu den Superstars der Rockmusik. Für den Rest der Welt ist die Gruppe leider immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Ob sich dieser Status mit dem neuen Album „The audio auf being“ entscheidend ändern wird, scheint allerdings zweifelhaft, denn bisher haben es sämtliche Plattenfirmen, bei denen die Band unter Vertrag stand (u.a. A&M, Atlantic und Universal Music), fertiggebracht, die durchaus hitverdächtige Musik außerhalb Kanadas nicht stattfinden zu lassen. Und das trotz einiger Millionen verkaufter CDs und unzähligen Awards. Dabei wechselt man doch gerade wegen der besseren Vertriebsmöglichkeiten zu einem Major. Nun sei’s drum. So muss man sich also auch dieser Tage wieder die Mühe machen, den Silberling auf dem Importweg zu erstehen, um in den Genuss eines überzeugenden Post-Grunge College-Rock-Albums zu gelangen.

Wie auf dem Vorgänger „Beautiful midnight“ (1999) hat Stammproduzent Warne Livesey (Midnight Oil, Deacon Blue, The The, Talk Talk) wieder hervorragende Arbeit geleistet und ein gutes Dutzend Kompositionen wunderbar atmosphärisch in Szene gesetzt. Das ganze Werk ist eine ausgewogenen Mischung aus straighten „voll auf die 12“-Rocksongs wie die erste Singleauskopplung „Carmelina“ oder „The fall of man“, sanften Akustikballaden („I, the throw away“) und mit „Advertising on police cars”, „The rat who would be king“ und “Man of action”, drei, jeweils siebenminütigen, Rockhymnen der Extraklasse. Ähnlich dramatisches gab es zuletzt nur von Radiohead auf „OK Computer“ zu hören. Und das ist auch schon wieder fünf Jahre her.

Herausragendes Element ist freilich, neben der wirklich gelungenen Produktion, die großartige Stimme von Sänger und Songschreiber Matthew Good. Sie trägt die Song förmlich und ist stetig präsent, egal ob gefühlvoll oder rockig. Ein seltenes Vergnügen heutzutage. So bleibt „The audio of being“ ein bis zum Ende spannendes Album, das auch nach mehrmaligen Hören nicht langweilig wird.

Anspieltipps:

  • Advertising on police cars
  • Carmelina
  • The rat who would be king
  • Anti-Pop
  • The workers sing a song of mass production
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