The Cooper Temple Clause - See This Through And Leave - Cover
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The Cooper Temple Clause See This Through And Leave


  • Label: RCA/BMG
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The Cooper Temple Clause ist die neueste Pop/Rock-Sensation aus Großbritannien! Bei solchen Meldungen gähnt der geneigte Konsument inzwischen. Schließlich überbietet sich die Musikfachpresse des vereinigten Königreiches quasi wöchentlich gegenseitig mit Neuankündigungen von Nachfolgern erfolgreicher Bands wie Blur, Oasis, Travis, Pulp und Konsorten.

Bei diesem, aus knapp 20-jährigen Jungspunden bestehenden Sextett aus Reading, in der Nähe Londons, scheint allerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit durchaus angebracht. Schließlich bietet das Debütalbum der Herren Ben Gautrey (Vocals), Dan Fisher (Gitarre), David Hammond (Bass), Kieran Mahon (Keyboards), Jon Harper (Drums) und Tom Bellamy (Synths, Samples, Percussion) eine ganz unkonventionelle Mischung unterschiedlichster Musikstile. Nach zwei erfolgreichen EPs („The Hardware" und „The Warfare") können sich die Burschen von The Cooper Temple Clause zum ersten Mal über die Länge eines ganzen Albums austoben. Ohne sich an irgendwelche Regeln gebunden zu fühlen, geht die Band beinahe das gesamte Spektrum der modernen Rockmusik durch. Ob elektronische Klänge, wie beim Opener „Did you miss me?“, dem scheinbar bei Radiohead entliehenen „Kid A“ Track „555-4823 4.54“, konsequent rockenden Songs wie „Panzer Attack“ oder „Been trainig dogs“, obskuren Balladen im Pink-Floyd-Stil wie „Digital observations” oder Brit-Pop-Songs à la „Who needs enemies?”. Alles ist erlaubt.

Dabei fällt auf, dass die Stimme von Ben Gautrey so unverschämt an die Liam Gallaghers’ von Oasis erinnert („Let´s kill the music“, „Who needs enemies?“), dass man erst mal überprüfen muss, ob man es nicht mit einer neuen Oasis-CD zutun hat. Aber wenn Noel Gallagher ehrlich ist, würde er eingestehen, dass er sich kaum trauen würde, jemals eine solche musikalische Achterbahnfahrt zu veröffentlichen.

Fazit: Das erste Album von The Cooper Temple Clause ist sicherlich nicht als Meisterwerk zu bezeichnen. Aber für ein Debüt bietet es eine Menge Stoff zum Entdecken und macht Lust auf mehr.

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