Mustasch - The True Sound Of The New West - Cover
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Mustasch The True Sound Of The New West


  • Label: EMI Svenska
  • Laufzeit: 29 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Appetitmacher auf ihr kommendes Album „Above all“ schicken uns vier jungen Herren aus Göteborg ein Mini-Album voraus, das klassische Metal-Größen wie Deep Purple und Black Sabbath zitiert, aber auch Anleihen bei Vertretern der neuen Generation, wie Danzig und Kyuss, findet.

Mustasch bestehen aus den allesamt in den späten Sechzigern geborenen Ralf Gyllenhammar (Vocals, Gitarre), Mats Johansson (Bass) und den Brüdern Hannes (Gitarre) und Mats Hannson (Drums). Bereits seit den späten Achtzigern sind die Musiker in der schwedischen Musikszene aktiv und erlangten in Form von Ralf Gyllenhammar als Sänger der Band B-Thong überregionale Bekanntheit. Nachdem die Burschen neben der Musik bisher ganz normalen Berufen nachgegangen sind, versuchen sie sich seit August 1998 hauptamtlich an dem Projekt Mustasch.

In der Idylle der Insel Orust nördlich von Göteborg besitzen die Brüder Hannson eine etwas abgehalfterte Farm, den so genannten Mustasch-Hof, den sie sich bis dahin mit Nattern und Wühlmäusen geteilt hatten. Die ideale Umgebung, um sich zu viert samt Verstärkern, Gitarren und einem riesigen Drumset in die bescheidene Hütte zu quetschen. Dementsprechend waren die ersten Demoaufnahmen so intensiv, dass schon wenig später die ersten Songs auf obskuren Underground-Compilations kursierten und selbst aus Chile Fanpost auftauchte. Kurioses erlebten Mustasch auch bei ihren ersten Auftritten auf schwedischen Bühnen, etwa in einer Pizzeria in Trollhättan, eine Stunde nördlich von Göteborg: Das Publikum bestand lediglich aus zwei Trunkenbolden, die wirkten, als hätten sie zehn Jahre in Eichenfässern gelagert. Doch die ersten Riffs verwandelten sie in rasende Hillbillies. Mittlerweile erzielen Mustasch auch bei nüchternen Zeitgenossen diesen Effekt und die Konzertsäle sind in der Regel gut gefüllt. So etwas spricht sich natürlich rum und so kam auch der Deal mit der schwedischen Dépendance der EMI nicht von ungefähr. Im September 2000 ging es gemeinsam mit Produzent Roberto Laghi ins Studio und seit Januar 2001 liegt die 6-Track-E.P. „The True Sound Of The New West” als überzeugendes Ergebnis vor.

Ralf Gyllenhammar besitzt die Gabe, wahlweise so zu singen wie Glenn Danzig („The wave“) oder Ian Astbury von The Cult („Homophobic/Alcoholic“) und erweist sich gemeinsam mit Hannes Hannson als schmiedeeisernes Gitarrenduo und das Rhythmusgespann Mats Hannson und Mats Johannson bildet mit der Kraft eines Niethammers ein ehernes Fundament. Folglich bieten Mustasch ein halbstündiges musikalisches Feuerwerk aus Stoner-Rock, Psychedelic-Metal und Doom-Einflüssen, das in den besten Momenten an das Meisterwerk „Manic frustration“ der Band Trouble aus dem Jahr 1992 erinnert und selbstverständlich mit ordentlicher Lautstärke angehört werden muss!

Anspieltipps:

  • Homophobic/Alcoholic
  • Fabian’s world
  • Coomber
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