Fidget - Dixon EP - Cover
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Fidget Dixon EP


  • Label: Supermusic/ZOMBA
  • Laufzeit: 23 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit geraumer Zeit geistert ein neuer Stern am deutschen Rockhimmel durch die Redaktionen der Musikpresse: FiDGet, eine Crossover-Kapelle aus Düsseldorf, machte durch den Gewinn des „Triebwerk“-Nachwuchswettbewerbs und durch energiegeladene Bühnenauftritte, unter anderem beim Bizarre-Festival, auf sich aufmerksam. Mit der sechs Songs umfassenden „Dixon E.P.“ wollen die fünf Twenty-Somethings zum ersten Mal ein größeres Publikum für sich gewinnen.

Die Anfänge der Band reichen zurück bis ins Jahr 1998, als sich die ursprüngliche Besetzung aus Thomas Jeske (Gitarre und Gesang), Florian Koldlitz (Bass), Michael Czernicki (Schlagzeug) und Andreas Südbeck (Gitarre) zusammenfand. Die Schulfreunde hatten sich einem Mix aus modernen Hardcore, Psychedlic und HipHop verschrieben, der allerdings erst durch die Verpflichtung der phillipinischen Sängerin Darline Rubi im Sommer 1999 perfektioniert wurde. Dadurch bekam FiDGet ein musikalisches wie optisches Gesicht, das die Band ganz nahe an die Kollegen der Guano Apes oder Die Happy heranrückt. Schließlich ist die Auswahl deutscher Rockbands mit weiblicher Sängerin nicht gerade riesig.

Fast ein Jahr benötigte das Quintett, um sein Plattendebüt in Bernd Oprachs Sound Station Studios in Ratingen einzuspielen. Eine extrem lange Zeit, die die Band im Booklet scherzhaft umschreibt („Thank you and pardon to the people who have anxiously waited for this and probably assumed that these 5 Deppen are just too deranged to get their asses moving“). Zustandegebracht hat sie dabei knapp 23 Minuten abwechslungsreichen Crossover-Rock, der vom Wechsel aus melodischen Gesangparts Thomas Jeskes und weiblichem Shout- und Rap-Gesang von Darline Rubi lebt. Dazu liefert die Band handwerklich einwandfreie Arbeit und Producer Bernd Oprach einen klaren, druckvollen Sound ab. Die Düsseldorfer loten verschiedene Richtungen in der Klangwelt der modernen Rockmusik aus, ohne die Crossover-Pfade ernsthaft zu verlassen. Dabei klingen sie mal wie eine verschärfte Variante von Tiamat („Summer decay“, „Last morning“) und dann wieder wie die frühen Guano Apes („Oreo“, „Plaque"). Auf jeden Fall kommen FiDGet zu jeder Zeit absolut frisch und unverbraucht rüber und dürften deshalb vor allem live überzeugen, da die Musik unbestrittene Pogo-Qualitäten besitzt. Der Bass entwickelt einen guten Groove, die Gitarren schneiden sich durch die Songs und Darline schreit sich den Teufel aus dem Leib.

Man darf man wirklich gespannt sein, was das lang erwartete Debütalbum „Celebrate another day living“ (erscheint voraussichtlich Ende Mai 2003) so bringen wird. Vielleicht steht schon bald die Ablösung einer gewissen Band aus Göttingen in der Gunst der Crossover-Gemeinde an. Bis dahin sei die wirklich sehr gelungene „Dixon E.P.“ sowie die erste Singleauskopplung aus dem neuen Album („The marks of those“) empfohlen.

Anspieltipps:

  • Mindless morning
  • Summer decay
  • Make you cry
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