Supergrass - Supergrass - Cover
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Supergrass Supergrass


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer bis heute noch nichts von "Supergrass", vier koteletten-übersäten Oxforder Endzwanzigern, gehört hat, hat zweifellos einiges verpasst. Denn nicht nur auf ihrem neuesten Werk "Life on other planets" zaubern die Engländer ein Feuerwerk der beschwingten Rockmusik hervor, sondern auch auf dessen Vorgänger "Supergrass", der durch dieselben unverkennbaren Qualitätsmerkmale hervorsticht: Melodien, Melodien, Melodien, und ein großes Stück jugendliche Unbekümmertheit.

Auf "Supergrass" weiten die Vier diese Tugenden bis zur Perfektion aus und präsentieren schon mit dem Opener ihr fast schon definitives Meisterstück "Moving". Ein unwiderstehliches, melodisches Stück, getragen von akustischen Gitarren in der Strophe und einer unerwarteten Melodiewendung im Refrain, die kein Hinterteil auf dem Stuhl kleben lässt und keinen Fuß nicht zappeln lässt. Wer aber glaubt, dass Supergrass schon mit dem Opener ihr Pulver verschossen haben, wird mit Songs wie "Your Love" oder "What Went Wrong" ruhig gestellt: Perfekter, poppiger Rock, mit Synthesizern angereichert und dabei - wie gesagt - unwiderstehlich. "Shotover Hill" hört sich anfangs wie rückwärtsgespielt an, und es dauert nicht lange, bis es einem völlig normal vorkommt, wie wahnwitzig Supergrass den Rock durch Synthesizer jeder Ausprägung quirlen und dabei doch so Großartiges wie "Born Again" oder "Eon" herauskommt. Easy Listening im Rock-Format? Was unmöglich klingt, wird bei Supergrass scheinbar wahr. Alles überstrahlt natürlich der Indie-Disco Abräumer "Pumping At Your Stereo", den man in seiner unverhohlenen Stones-Affinität einfach gern haben muss.

Dass Supergrass auf dem Weg zu ihrer Perfektion hier und da ein bisschen zu schwurbelig klingen und vielleicht ihre Finger mal zu lange am Sythesizer gelangt haben, mag man ihnen fast nicht übel nehmen, jedenfalls legen sie ab und an ein paar Verschnaufpausen ein. Das soll uns nicht weiter stören, und so darf man "Supergrass" jedem ans Herz legen, der gute Musik mag.

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