Lea Finn - One Million Songs - Cover
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Lea Finn One Million Songs


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Sie hat alles, was eine Newcomerin benötigt: Sie ist jung, sie sieht gut aus und hat Talent. Die Rede ist von Lea Finn, der 22-jährigen Singer/Songwriter-Hoffnung aus Bremen, die in diesen Tagen ihr Debütalbum „One million songs“ präsentiert.

Schon früh beschäftigt sich Lea mit der Musik und singt bereits mit 15 Jahren in einer Nirvana-Cover-Band. Mit 16 gewinnt sie einen Nachwuchspreis und wird von einer Zeitschrift als „Kuschelstimme des Jahres 1997“ ausgezeichnet. Danach folgen Engagements in einer Jazz-Funk-Band, einer Deutschrock-Formation und einem Live-Projekt mit frech-frivolen Liedern der 20er und frühen 50er Jahre. Nach dem Abi im Jahr 2000 beginnt sie, Germanistik zu studieren. Aber gleichzeitig entwickelt sie sich musikalisch weiter, singt im Studio für Freunde und ist Mitglied unterschiedlicher Bands. Schließlich findet sie ihre derzeitige musikalische Heimat und startet mit einem kleinen Team in Hamburg Demo-Aufnahmen, auf die auch die Plattenfirma Edel Records aufmerksam wird. Lea Finn unterschreibt, nachdem sie mit ihren selbst ausgewählten Live-Musikern „nebenbei“ noch den renommierten Bandwettbewerb Live in Bremen 2002 gewonnen hat, ihren ersten Plattenvertrag.

Danach geht es rasend schnell. Im April diesen Jahres erscheint die erste Single („One million songs“). Kurz darauf begibt sich Lea Finn im Vorprogramm von Bryan Adams auf Europatournee, weshalb wohl auch der für Juni geplante Release ihres ersten Albums vorgezogen wurde. Die CD „One million songs“ enthält zwölf Tracks, die in verschiedenen Hamburger Studios aufgezeichnet wurden und sehr schöne Gitarrenmusik zwischen hitparadentauglichem Pop („Lying“, „Modern girl“) und rauem Rock („Wonder why“) enthalten. Darauf singt Lea Finn nicht nur von der großen Liebe („One million songs“, „Eternity“) oder Vergänglichkeit derselben („Everything“). Sie bezieht auch Standpunkte zum Leben als junge Frau im neuen Jahrtausend („Modern girl“, „Anytime again“) und den Ungerechtigkeiten dieser Zeit („Change“). Lea Finn stellt unter Beweiß, dass sie eine zeitgemäße, junge Künstlerin mit Stimme und Selbstbewusstsein, Lebensfreude, Engagement, Leidenschaft, Emotionen und Ideen, mit einnehmendem Charme und eigenem Kopf ist - aber eben kein gecastetes Popsternchen à la Bro‘Sis oder Alexander.

Die Songs von Lean Finn sind gitarrenorientierte Popmusik, deren Stil ein wenig an die Mädels von Wonderwall erinnert. Das ist zwar nicht unbedingt zu 100 Prozent hitparadenkompatible Musik, doch das Vorbild der drei Kölnerinnen beweißt, dass sich auch ein vermeintlich urbaner Sound in der Gunst der jungen Plattenkäufer durchsetzen kann. So dauerte es auch bei Wonderwall bis zur dritten Singleauskopplung, bis sich der Erfolg einstellte. Ein Zeitraum, in dem viele Plattenfirmen in aller Regel schon das Handtuch geworfen haben. Bleibt also zu hoffen, dass die Herren von Edel Records ebensoviel Geduld aufbringen wie die Kollegen der WEA, bis sie die 22-jährige Bremerin in Deutschland gebreakt haben. Das Talent ist bei Lea Finn auf alle Fälle vorhanden. Drücken wir die Daumen!

Anspieltipps:

  • One millions songs (Refrain)
  • Anytime again
  • Wonder why
  • Eternity
  • Down
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