Cosmotron - Antiparallel - Cover
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Cosmotron Antiparallel


  • Label: Pirate Records/SONY
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer im vergangenen Jahr eines der Deutschland-Konzerte der Band Dredg („Leitmotif“, „El cielo“) besuchte, dem wird eventuell die bis dato unbekannte Band Cosmotron im Vorprogramm aufgefallen sein. Bei Cosmotron handelt es sich um fünf Burschen zwischen 20 und 33 Jahren aus Bremen, die seit Ende 2000 zusammen musizieren. Im September wird nun das erste Album dieser hoffnungsvollen Band veröffentlicht und Filmstarts.de hatte bereits jetzt die Gelegenheit, in das auf den Namen „Antiparallel“ getaufte Werk hineinzuhören.

Nach einem unspektakulären Einstieg, mit den groovigen Rocksongs „The dog-show“ und „Circles“, folgen mit „Pieces of me“, „Picturefreak (Feat. Diva International)“ und „Eye for an eye“ drei mitreißende Rocksongs, die insbesondere stimmlich Parallelen zu den BritPoppern von Placebo aufweisen. Aber auch die verschachtelte Kompositionstechnik und die leichte Priese Düsternis lassen eine Verwandtschaft erahnen. Nur die Gitarren sind um eine Ecke härter als bei den Engländern. Dazwischen servieren uns die Bremer mit „The indication of one’s baser instincts“ und „Coma“ zwei Emo-Core-Songs, die an die Dramatiker von Muse erinnern. Es folgen noch zwei singletaugliche Tracks („The antiparallel“ und das herausragende „Just anyone“), ehe das abwechslungsreiche Debüt von Cosmotron mit dem siebenminütigen Psychedelic-Stück „Tram“ und einem akustischen Hidden-Track langsam ausklingt.

Somit lässt sich konstatieren, dass die Herren André Hubert (Vocals), Thomas Grohmann (Gitarre), Enno Legien (Gitarre), Martin Pohlner (Bass) und Thomas Lindern (Drums) auf ihrem Debütalbum eine rundum gelungene Schnittmenge aus selbsternannten Einflüssen wie Motorpsycho, Radiohead, Led Zeppelin und Massive Attack darbieten. Mit „Antiparallel“ ist in den Hamburger Impuls-Studios ein Album entstanden, das aufgrund seiner Vielseitigkeit für viel Freude bei seinen Hörern sorgen wird. Denn ob lupenreiner BritPop („The antiparallel“), geradeaus rockender Alternative-Rock („The dog-show“), hymnischer Schrammel-Pop („Just anyone“) oder verstörender Psychedelic-Rock („Tram“) – Cosmotron decken auf ihrem Debüt dermaßen viele Klangfacetten ab, dass wirklich zu keiner Zeit Langeweile aufkommt.

„Antiparallel“ ist ein Werk, auf dem sich für die Zukunft aufbauen lässt. Die Band zeigt in Ansätzen, dass sie so gut wie alles zwischen Rock und Pop beherrscht. Vor allem Sänger André Hubert und Gitarrist Thomas Grohmann liefern starke Leistungen ab und sorgen dafür, dass der geneigte Rockfan Cosmotron ab jetzt auf der Rechnung haben sollte.

Anspieltipps:

  • Tram
  • Just anyone
  • Picturefreak
  • Cheap perfume
  • The indication of one’s baser insticts
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