Zoe - Zoeciety - Cover
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Zoe Zoeciety


  • Label: Chet Records/SONY
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Souliger Reggae-Sound aus deutscher Produktion ist trotz einer mannigfaltigen Musiklandschaft eher selten anzutreffen. Kein Wunder, zählt doch der gemeine Nordeuropäer zu den Erfindern der Hüftsteifigkeit. Woher soll dann das Feeling für luftig-leichten Soul-Groove mit einer gehörigen Priese Reggae kommen? Eben! Ab und an bestätigen allerdings Ausnahmen die Regel. Und so flattert uns dieser Tage das Debütalbum einer jungen Frau auf den Tisch, die im Fahrwasser der Genrevorreiter Patrice und Gentleman für Furore sorgen will. Ihr Name: Zoe.

Geboren wurde Zoe im westafrikanischen Liberia, kam aber nur ein halbes Jahr später nach Deutschland. Früh wurde ihr musikalisches Talent entdeckt, das von ihrer Familie bereitwillig gefördert wurde. Nach dem Abitur zog es sie nach München, wo sie eine Musikschule für Songwriting und Jazz-Musik besuchte. 2001 wird das erste Mal eine größere Öffentlichkeit auf Zoe aufmerksam, als sie den Titelsong zum Kinofilm „Julietta“, „Love can change so much“, darbietet. In Detlef Bothes preisgekröntem Film „Feiertag“ übernimmt sie sogar eine Rolle, worauf Harald Schmidt die Künstlerin in seine Show bittet. Nun erscheint ihr erstes Album „Zoeciety“, das von vornherein mit den Ansprüchen einer internationalen Produktion in den GeeJam Studios auf Jamaika eingespielt wurde, wo bereits Größen wie No Doubt, Bounty Killer oder die Gorillaz ihre Werke auf Band brachten. „Zoeciety“ ist der Name für das „Zoe-Netzwerk“, in dem Zoe’s Freunde, Familie, Gefühle und Emotionen besungen werden. Und das auf eine durch und durch sonnige Art und Weise. Quasi Urlaubsstimmung pur.

Eröffnet von einem verspielten Dub-Intro („Tal I dub“) prasselt in der nächsten Stunde ein Reigen voller dynamischer und rhythmischer Soul-Reggae-Sounds auf den Hörer ein, der einen vom ersten Moment an fesselt und den Hörer gedanklich an einen schneeweißen Strand irgendwo in der Karibik versetzt. Das ist genau die richtige Musik, um die letzten Sonnenstrahlen eines Traumsommers zu genießen und seinen Sinnen freien Lauf zu lassen. So was dachte sich wohl auch Ky-Mani Marley, einer der Söhne von Reggae-Legende Bob Marley, der es sich nicht nehmen lies, bei der hervorragenden Singleauskopplung „Could it be you“ mitzusingen. Dazu covert Zoe auf sehr angenehme Art Songs von Terence Trent D’arby („Sign your name“), dem Meister himself (Bob Marley’s „Mellow mood“) und Donna & Althea („Uptown top ranking“).

Das gesamte Album atmet den Geist verführerischer Sommerstimmung und absoluter Leichtigkeit im Umgang mit Gefühlen und Stimmungen. Zart, empfindsam aber auch groovy und relaxt präsentiert uns Zoe ein wahres Feuerwerk an guter Laune, das eine willkommene Abwechslung zu täglichen Pop-Einerlei darstellt. Also Leute, traut euch und tankt mit „Zoeciety“ die einzig wahre Wohlfühlmischung für den herannahenden Herbst als Vorgeschmack auf einen ebenso heißen Sommer 2004!

Anspieltipps:

  • Precious
  • Love yourself
  • Could it be you
  • Sign your name
  • Love can change so much
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