Creed - Weathered - Cover
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Creed Weathered


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Creed - das sind Scott Stapp, Mark Tremonti und Scott Phillips - gehören zur neuen Postgrunge-Generation, wie auch Bush oder Staind und haben nach den zwei hervorragenden Vorgängern "My Own Prison" und "Human Clay" jetzt ihr drittes Werk auf den Markt gebracht, das erneut überzeugen kann.

Was gibts Neues im Creed-Land? Da wäre zunächst einmal das reichlich groteske Cover, das die Bandmitglieder "eingemeißelt" in einen Baum vor skuriler Kulisse zeigt. Auch das Artwork an sich ist noch mal um einiges abgehobener als noch bei "Human Clay".

Kaum hat man die CD reingelegt, eröffnet sich die CD durch seltsame, mystische Textfetzen um dann - lautstärkebedingt - zu explodieren. Beim Opener "Bullets" überraschen Creed dermaßen heavy, dass man gewagt ist, sie zur neuen Nu-Metal-Größe zu deklarieren. Nicht, dass dies gleich widerrufen wird. Auch "Freedom Fighter" könnte grundsätzlich auch von KoRn kommen. Doch dann "Who's Got Your Back". Nachdem man durch sanften Indianergesang wie in Trance in den Hammersong eingestiegen ist, baut sich die Stimmung dermaßen konsequent und auch dicht auf, wie man es noch nie zuvor gehört hat. Auch hier folgt irgendwann die Explosion und irgendwie scheint dieser Tonträger verdächtig nach "Rockalbum des Jahres" zu riechen. Aber so ein 8-Minuten-Hammer gelingt eben nur einmal.

Ab Track 4 hat man Creed wieder an der Stelle, wo man sie auch lieben gelernt hat: Ab "Signs" folgen wunderbar melodiöse Hooks, breite Gitarrenwände und drückender Bass. Hier sei vor allem "One Last Breath", das potenzielle Äquivalent zu "Higher" von "Human Clay" hervorgehoben, dass durch seine Einfachheit glänzt, aber doch so genüsslich anzuhören ist. Und da liefern die drei von Creed weiterhin Songs wie "Weathered" oder das hymnische, einfach geniale "Hide" ab, dass man nur noch begeistert sein kann. Zehn Punkte hätte diese Platte bekommen, wenn sie nur 9 Tracks gehabt hätte. Denn die letzten beiden Songs sind lächerlich, ein Ausrutscher mit selten peinlichen Choreinlagen bei "Don't Stop Dancing", sowie ein kurzer Abschlusssong ohne jene Dichte, die Creed so auszeichnet. Ärgerlich, aber vertretbar.

Scott Stapp hat eine unerreichte Stimme, deren Pathos zartbesaitete Personen zwar eher abschrecken wird, aber bei Licht betrachtet unheimlich dicht und markant ist. Die Songs sind laut, melodisch und perfekt abgemixt und auch wenn besagte Tracks stören, kann jeder Postgrunge und überhaupt Rockverehrer diese CD sofort ohne Bedenken kaufen und bei voll aufgedrehter Anlage auf einem gemütlichen Sessel sitzend genießen.

Anspieltipps:

  • Who's Got Your Back
  • One Last Breath
  • My Sacrifice
  • Hide
  • Bullets

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