Papa Roach - LoveHateTragedy - Cover
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Papa Roach LoveHateTragedy


  • Label: Dreamworks/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Leute, die Papa Roach ihr musikalisches Können partout immer abschreiben wollten, werden mit „LoveHateTragedy“ sicher einen neuen Freund finden.

„Infest“ war der Durchbruch einer Band, die man so vorher in Europa nun gar nicht kannte. Ein Crossover-Brett, das Otto-Normal-Rock-Verbraucher gar als langweiliges draufrumgeschrote zu degradieren versuchte. Doch es war mehr, was Papa Roach mit ihrem viertem Album erreichten, es war ein aggressives Werk mit reichlich Rapgesang und – sowieso – ordentlichem Schmackes.

Auf den überwältigenden Erfolg der Platte musste natürlich rasch ein Nachfolger folgen und „LoveHateTragedy“ macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt viele, die Papa Roach dafür lieben werden, jetzt endgültig dem Rap abgeschworen zu haben und gar richtigen Rock zu produzieren. Und man muss es einfach mal sagen: Schon die Single „She Loves Me Not“ ist alles, nur kein Crossover oder gar Nu Metal. Eher melodischer Emocore, auch wenn alle Freunde von Schubladen jetzt losbrüllen werden. „LoveHateTragedy“ ist quasi eine reine Rockplatte, bestückt mit Halbballaden („Decompression Period“) und sehr gutem Rockmaterial („Time And Time Again“). Doch dafür werden alte Fans die Combo aus Nordkalifornien wahrscheinlich eher hassen. Dabei tut sich doch alles, um genau das zu verhindern: Denn ihr Schmackes haben die vier Amerikaner ja nun nicht an der Garderobe des Mainstreams abgegeben: Schon der Opener „M-80 (Explosive Energy Movement)“ haut ordentlich rein und auch im weiteren Verlauf gibt es ordentlich Zündstoff.

Doch insgesamt ist ein Sinneswandel bei Papa Roach inzwischen schon sehr offensichtlich. So will Sänger Jacoby Shaddix, der sich bisher nur Coby Dick rufen lies, in Zukunft mehr und mehr mit seinen richtigen Namen auftreten. Seriöser klingt das, weniger draufrumgeschrote, um auf die Anfangsaussage zurückzukommen. Die Leute, die Papa Roach ihr musikalisches Können partout immer abschreiben wollten, werden mit „LoveHateTragedy“ sicher einen neuen Freund finden, wer indessen die genialen Momente – und die gab es definitiv auf „Infest“ – sucht, wird kaum zufriedengestellt, auch wenn „LoveHateTragedy“ insgesamt ein gutes Album ist.

Anspieltipps:

  • Life Is A Bullet
  • Time And Time Again
  • Gouge Away

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