The Doors - Bright Midnight Series - Cover
Große Ansicht

The Doors Bright Midnight Series


  • Label: Bright Midnight Records
  • Laufzeit: 66 Minuten
Artikel teilen:
10/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Es war im Sommer 1965, als sich die Studenten Ray Manzarek und Jim Morrison am Strand des kalifornischen Badeorts Venice trafen. Die beiden kannten sich von der Filmhochschule und erkundigten sich gegenseitig danach, was der andere so den Sommer über getrieben hatte. Jim erzählte, dass er ein paar Songs geschrieben hätte, was Ray besonders interessierte. Er bat Jim, einen Song vorzutragen. Morrison setzte sich in den Sand, schloss die Augen und begann zu singen: „... Let’s swim to the moon, let’s climb through the tide, penetrade the evenin’ that the city sleeps to hide…”. Ray war begeistert und schlug Jim vor, eine Rock-Band zu gründen. „Genau“, erwiderte Jim. „Das hatte ich die ganze Zeit im Kopf“. Das war die Geburtsstunde der legendären Band The Doors (Jim Morrison , John Densmore , Ray Manzarek und Robby Krieger ), die bald darauf zur größten Sensation im Rockbusiness werden sollte.

1966 unterschrieben die Doors einen Plattenvertrag bei dem Label Elektra Records und veröffentlichten ein Jahr später ihr Debüt „The Doors“. Darauf enthalten war der über 11 Minuten lange Song „The End“, der zum Markenzeichen für den Sound der Band werden sollte. Wahrscheinlich beherrschte zu dieser Zeit keine andere Gruppe eine solch unglaubliche Mischung aus düsteren Texten, psychedelischen Klängen, dreckigem Blues, wilden Rocksongs oder simplen Pop-Liedern. Dazu kam das gottgleiche Erscheinungsbild ihres Sängers Jim Morrison, der sich selbst gerne als Schamane bezeichnete. Mit seinen skandalträchtigen Auftritten beherrschte das Entfant Terrible für ein halbes Jahrzehnt die Schlagzeilen der internationalen Rockpresse. Verbale Entgleisungen auf der Bühne, bei denen im Vollrausch Ordnungskräfte angepöbelt, das Publikum zur Gewalt aufgefordert oder einfach mal die Hosen runtergelassen wurden, zählten beinahe zur Tagesordnung und sorgten dafür, dass es in den späten 60er Jahren wohl kaum etwas aufregenderes gab, als ein Doors-Konzert zu besuchen.

In der Zeit von 1967 bis 1971 veröffentlichten die Doors sechs, von der Kritik nicht immer gelobte, aber von den Fans heiß geliebte Studioalben, bis im Juli 1971 die Meldung vom Tod Jim Morrisons die Runde machte. Das war das künstlerische Ende der Band, die ohne Morrison noch zwei Alben veröffentlichte, aber ohne ihre kreative Triebfeder nicht mehr an die Genialität der Vergangenheit anknüpfen konnte.

Dem ausgeprägten Geschäftssinn der verbliebenen Doors-Mitglieder und dem unstillbaren Hunger vieler Millionen Fans nach der Musik der Doors ist es zu verdanken, dass man auch heute noch mit „neuer“ Musik seiner Lieblingsband versorgt wird. Sämtliche Studioalben wurden digital überarbeitet und in unterschiedlichen Versionen auf den Markt geschmissen. Dazu kamen hin und wieder „Best Of“- oder Raritäten-Zusammenstellungen in die Läden. Bei der Arbeit am „The Doors Box Set“ (1997) fiel dem Ur-Produzenten Bruce Botnick auf, dass es in den Archiven mindestens ein Dutzend Konzertmitschnitte in sehr guter Mischpult Qualität gab. Auch um den zahlreichen Bootleggern ein Schnippchen zu schlagen, beschloss man, diese Konzerte im High-End-Verfahren zu restaurieren und Stück für Stück als CD-Sets auf dem eigenen Label Bright Midnight Records zu veröffentlichen. Erweitert um CDs mit alten Radiointerviews („The lost interview tapes - Volume 1 & 2“, „No One Here Gets Out Alive – The 1979 radio documentary”) erschienen ab dem Jahr 2000 unter dem Überbegriff „Bright Midnight“ die ersten CDs mit unveröffentlichten Livemitschnitten.

Als Ziel hat man sich gesteckt, in einem Zeitraum von sechs Jahren in halbjährlichen Abständen jeweils drei CD-Sets zu veröffentlichen. Darunter die sagenumwobenen „Matrix Tapes“ aus dem Jahr 1967, für die in Sammlerkreisen abenteuerliche Preise gezahlt werden, sowie ein Box-Set mit bisher unbekannten Studio-Outtakes. Geplant für eine Veröffentlichung in diesem Jahr sind die Titel „Live in Vancouver '70”, „Live in Bakersfield '70” und „Live in Pittsburgh '70”. Bereits erschienen sind die Sets:

  • Live in Detroit '69
  • Live in America – 14 Songs / 8 Concerts
  • Live at the Aquarius Theatre '69: The 1st performance
  • Live at the Aquarius Theatre '69: The 2nd performance
  • Backstage & Dangerous '69: The private rehearsal
  • Highlights from the Aquarius Theatre performances
  • Die Doppel-CDs sind ausschließlich über die Homepage der Band (http://www.thedoors.com) zu beziehen und kosten ca. 30 Dollar pro Stück. Die "Highlights" Sampler ("Live in America", "Live in Hollywood") sind als limitierte Einzel-CDs im regulären Fachhandel zu bekommen.

    Die über 30 Jahre alten Aufnahmen bestechen durch ihre hervorragende Soundqualität im Dolby Surround 5.1 Mix und bieten nie zuvor gehörte unzensierte Versionen altbekannter Songs wie „Gloria“, „Roadhouse blues“, „Light my fire“ und „The end“. Für Fans sind die CDs schlicht unverzichtbar, auch wenn die Herrn Densmore, Krieger und Manzarek inklusive Porto satte 35 Euro pro CD-Set verlangen.

Neue Kritiken im Genre „Rock“
5/10

Black Laden Crown
  • 2017    
Diskutiere über „The Doors“
comments powered by Disqus