Spin Doctors - Turn It Upside Down - Cover
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Spin Doctors Turn It Upside Down


  • Label: Epic/SONY
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

In den frühen 90er Jahren befand sich die Rockmusik durch die Grunge-Welle beflügelt in einer Blütephase. Um dieses zarte Pflänzchen auch in Zeiten einer nachlassenden Grunge-Euphorie zu pflegen, war die Plattenindustrie darauf bedacht, neue Zweige der Rockmusik zu etablieren, oder wenigstens den Markt mit neuen Hype’s zu bedienen. Einer dieser Ableger war bzw. ist der sogenannte Retro-Rock, zu deren entfernten Vertretern auch die aus New Yorker stammende Kapelle The Spin Doctors zu zählen ist.

Die Anfang der 90er Jahre gegründete Groove- & Funk-Rock Band, bestehend aus Chris Barron (Vocals), Aaron Comess (Drums), Eric Schenkman (Gitarre) und Mark White (Bass), veröffentlichte in der Hochphase des Seattle Booms ihr Major-Debüt „Pocket full of kryptonite“ (1991), mit dem die Spin Doctors 18 Monate später, gepuscht durch die Hitsingles „Two princess“ und „Little miss can’t be wrong“, ihren weltweiten Durchbruch mit über 6 Millionen verkauften Einheiten feiern konnten. Im Spätsommer des Jahres 1994 meldeten sich die Jungs mit dem Nachfolger „Turn it upside down“ zurück. Ein Album, das unter enormen zeitlichen Druck innerhalb weniger Monate komponiert und in den Clinton Studios von New York City eingespielt wurde. Der Fluch des Erfolgs eben. Davon ist auf den 14 Stücken des Albums hingegen nichts zu spüren. Wie gewohnt, hämmern auch auf dieser CD die Beats sehr relaxt, swingt der Bass groovy und schrammeln die Gitarren dazu. Und es fällt auf, dass die Herren ihre Songs deutlich entschlackt haben. Anstatt ausufernder Jam-Sessions, gibt es nahezu kompakte Songs, die durch ihre spielerische Leichtigkeit überzeugen. Lediglich ein paar mehr Hooklines im Stile der ersten Single „Cleopatra’s cat“ hätten dem Album gut getan. So konnte das Album auf keine echte Hitsingle zurückgreifen, was die Verkaufszahlen schlagartig einbrechen ließ. Es fällt zwar schwer, in Anbetracht von „nur“ 2 Millionen abgesetzter CDs von einem Flop zu sprechen. Trotzdem hat das Album nie die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient gehabt hätte.

Doch noch ist das Kapitel Spin Doctors nicht beendet. Nach drei Jahren der Stille, geben die Spin Doctors in diesem Sommer endlich wieder ein Lebenszeichen von sich. Im Zeichen der „Join the new world disorder tour”, gehen die Mannen um Chris Barron zusammen mit den Gin Blossom, Sponge und Seven Mary Three auf eine 24 Termine umfassende USA Tour. Wenn alles gut läuft, werden wir in absehbarer Zeit auch ein neues Album des Vierers zu hören bekommen.

Anspieltipps:

  • You let your heart go too fast
  • Mary Jane
  • Laraby's gang
  • Cleopatra’s cat
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