And You Will Know Us By The Trail Of Dead - The Secret Of Elena´s Tomb - Cover
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And You Will Know Us By The Trail Of Dead The Secret Of Elena´s Tomb


  • Label: Motor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 19 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Source Tags and Codes“ schufen And You Will Know Us By The Trail Of Dead letztes Jahr ein Meisterwerk, das in seiner Intensität und Dichte einmalig war. Der Autor dieser Zeilen beispielsweise hat das letzte Jahr im Grunde genommen für fünf Monate nichts anderes gehört als das dritte Album von Neil Busch, Kevin Alles, Jason Reece und Conrad Keely. Da waren Songs drauf, die sich partout nicht abnutzen wollten, die unglaublich melodisch und emotional waren („It was there that I saw you“, „How near how far“) und die zum selbstverständlichen Teil des Lebens wurden.

Irgendwann, so muss man allerdings feststellen, kam dann doch ein gewisser Verschleiß zu Tage. Man kannte jeden einzelnen Ton und wollte mehr, neues Material. Genau für diejenigen liefern die Texaner jetzt mit „The secret of Elena’s Tomb“ eine EP mit fünf Liedern ab. EP’s werden von Filmstarts.de eigentlich nicht getestet, da es sich bei ihnen doch um hauptsächlich für Fans zusammengeschnürte Extrawürste handelt, diese hier – so sollte man denken – hat indes nähere Behandlung verdient.

Den Anfang der fünf Songs macht das Lied mit dem seltsamen Titel „Mach Schau“. Ein unverkennbares Riff, das sofort die vier Texaner hinter den Instrumenten entschleiert, wird doch den druckvoll-melodischen und sehr soliden Song transportiert, der jedoch noch nicht der Hammer ist, den man vielleicht erwartet hätte. Der ist dann eher schon „All Saints Day“, das nahtlos an die hervorragenden Lieder von „Source Tags and Codes“ anknüpft. Dennoch wäre auch hier noch mehr herauszuholen gewesen, wenn auch vor allem im Refrain die Genialität dieser Band aufblitzt. „Crowning Of Heart“ ist weiterhin ein solider, aber leider auch unspektakulärer Song, der zwar nach vielfachem Hören noch wächst, aber insgesamt auch nicht die Erwartungen erfüllt, die man nach Songs wie „Another Morning Stoner“ freilich haben durfte.

Zweifellos sehr schön ist „Counting Off The Days“, wo es Trail Of Dead recht gemächlich und erstmals überhaupt akustisch angehen lassen. Ein sehr feines Lied, das die Texaner von einer bisher unbekannten Seite zeigt. Doch was mit „Intelligence“ dann folgt, stößt dann doch auf Unverständnis. Der an sich gute Song wurde durch Synthesizer gejagt und mit Drumcomputern belegt. Das endet im Trail Of Dead-typischen Chaos, lässt aber auch die Melodie vermissen. Die hier anklingenden elektronischen Elemente stehen der ROCKband Trail Of Dead nun wirklich nicht gut zu Gesicht und man kann nur hoffen, dass Album Nr. 4 derartige Entwicklungen nicht weiterführt.

Insgesamt ist „The Secret Of Elena’s Tomb“ eine angenehme CD für Verehrer der Amerikaner, wirklich wegweisend ist sie aber leider nicht. Kein einziger Song auf dieser Platte, höchstens „All Saints Day“, erreicht das Niveau des letztjährigen Albums. Dass dabei immer noch solide sieben Punkte rausspringen, spricht für das enorme Potenzial der Band aus Texas, die auf ihrem nächsten Album gewiss – so will man doch hoffen – inspirierter zu Werke gehen wird.

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