Nashville Pussy - Get Some - Cover
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Nashville Pussy Get Some


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nashville Pussy aus Atlanta, Georgia sind zurück, um die niedrigen Instinkte männlicher Rockfans ein weiteres Mal zu befriedigen. Nach Alben wie „Let Them Eat Pussy“ (1998), „High As Hell“ (2000) und „Say Something Nasty“ (2002) sowie einer Grammy Nominierung für den Song „Fried chicken and coffee“, schickt sich der Vierer an, mit „Get Some“ eine weitere schwer rockende Viervierteltaktsalve auf die Menschheit loszulassen. Herrlich rotziger Rock’n’Roll muss nämlich nicht zwangsläufig aus Skandinavien kommen. Neben Turbonegro, The Hellacopters und Gluecifer ist allemal noch ein Plätzchen frei für das Ehepaar Blaine Cartwright (Vocals, Gitarre) und Ruyter Suys (Gitarre), die zusammen mit Karen Exley (Bass) und Jeremy Thompson (Drums) für besten Kick-Ass-Rock’n’Roll sorgen.

Produziert wurden die 13 Tracks auf „Get Some“ im heimischen Atlanta. Als Produzent wurde der erfahrene Daniel Rey (Ramones, Raging Slap, L7, Misfits) verpflichtet, um die ultimative Rock-Party standesgemäß auf CD zu bannen. Zu so einer Party gehören natürlich auch ein paar bekannte Coverversionen, die in Form von „Nutbush city limits“ (Tina Turner) und „Snowblind“ (Ace Frehley) vertreten sind. Dem Festakt nicht fernbleiben wollten zudem die Kollegen Izzy Stradlin (Guns ’N Roses) und Rick Richards (Georgia Satellites), die ebenfalls auf „Get Some“ zu hören sind.

Das vierte Album von Nashville Pussy beginnt mit dem wild schnaufenden Stampfer „Pussy time“, der sämtliche Trademarks der Band in drei Minuten zusammenfasst: Simple Texte, kreischende Gitarren mit amtlichen Soloeinlagen und ein wie vom Affen gebissen singender Blaine Cartwright. Dieser kommt mit seinem heiseren Organ immer mehr in die Gefilde eines Alice Cooper („Come on come on“), der ja nicht gerade zu den uncoolsten Shoutern zählt.

Zwar haben sich fast schon traditionell ein paar schwächere Stücke zwischen Perlen wie „Meaner than my mama“, „Hate and whiskey“, „Pussy time“ und „One way down“ geschlichen (allen voran „Going down swinging“, „Hell ain’t what it used to be“ und das lahmarschige „Atlanta’s still burnin“), aber das gehört nun mal zu einem Nashville-Pussy-Album dazu, wie Partygeschrei, Bier, Strip-Bars und Monster-Trucks. Nichtsdestotrotz: Bei dieser Band weiß man, was man hat. Oder erwartet jemand allen Ernstes innovative Einfälle von einer im Rotzrock fest verwurzelten Combo?

Anspieltipps:

  • Pussy time
  • Raisin hell again
  • Come on come on
  • Nutbush city limits
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