U2 - The Best Of 1990-2000 - Cover
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U2 The Best Of 1990-2000


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 72 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Während der Fan sich nun Gedanken macht, ob Bono und Co. nicht langsam über den Zenit hinaus sind, haben wir all die schönen Erinnerungen von 1980-2000 sicher.

Willkommen im zweiten Jahrzehnt einer der wichtigsten Rockbands der letzten 20 Jahre. Nach den Anfängen, in welchen Album an Album folgte (acht Alben in zehn Jahren!) waren es in den 90ern nur noch halb so viele. Genug Lieder für ein Best-Of-Album waren es aber alle Mal, wie sich Universal dachte und so wurden großteils Singles zusammengeklatscht und die Band um ein paar neue Beiträge gebeten. Das hört sich jetzt alles nicht sehr objektiv an, aber Fakt ist nun einmal, dass diese Art von CDs meist nur als Einstiegsdroge für Retro-Fans gesehen werden kann. Für alte Liebhaber gilt der Zwangkauf, da man irgendwie an die zwei bis drei neuen Tracks kommen muss.

Die musikalische Qualität kann man U2 keinesfalls absprechen und ebenso diese der Songs. Vom ersten Song an wird man mit zeitlosen Melodien beschallt, die den Erfolg der Band im letzten Jahrzehnt mehr als rechtfertigen. Hätte man vielleicht lieber „The Fly“ als Eröffnung anstatt „Even Better Than The Real Thing“ genommen, machen „Mysterious Ways“ und „Beautiful Day“ das alles vergessen. Das ist ganz großer Rock! „Electrical Storm ist dann eine der zahlreichen Mixversionen altbekannter Stücke. Leicht verändert und aufpoliert klingen sie frisch, aber es fehlt ein wenig an diesem Gefühl der Ewigkeit. „One“ und „Miss Sarajevo“ sind dagegen wieder die richtigen originale und gerade Ersteres ist natürlich eine Ballade des Jahrzehnts. Wenn dann noch „Stay (Far Away, So Close!)” erklingt ist jeder Hörer fürs Erste verzaubert.

Gerade Neulinge werden sehr viel Spaß an Emotion an und mit dieser Band haben, denn ein Meisterwerk verbleicht nicht bloß durch Zeit. Allerdings verstecken sich unter den Perlen diese ganzen neu abgemischten Versionen, die großteils einfach viel zu glatt klingen. Lediglich „Staring At The Sun“ versteht es „echt“ zu klingen. Man wusste was man tat, als man beschloss das Album mit einem Original abzuschließen. „The First Time“ strahlt wieder diese Atmosphäre aus, die eine wirklich gute Band ausmacht.

Während der Fan sich nun Gedanken macht, ob Bono und Co. nicht langsam über den Zenit hinaus sind, haben wir all die schönen Erinnerungen von 1980-2000 sicher. Einen vagen Überblick über die zweite Hälfte dieser erfolgreichen Zeit gibt dieses Album. Das es keine bessere Wertung gibt liegt weder an den recht gutklassigen neuen Stücken wie „The Hands That Build America“, sondern an teilweise Stimmung verzerrenden Versionen.

Anspieltipps:

  • Mysterious Ways
  • Beautiful Day
  • Until The End Of The World

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