Eric Clapton - Back Home - Cover
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Eric Clapton Back Home


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Mr. Slowhand“ legt endlich wieder eigenes Material vor, an dem er in der letzten 1½ Jahren gearbeitet hat.

Ein Superstar wie Eric Clapton ist immer schwer beschäftigt. Zumindest so sehr, dass zwischen zwei Alben mit eigenen Songs schon mal knappe fünf Jahre vergehen können. Fünf Jahre, in denen der Meister äußerst geschäftig war. Da war zum einen die Live-Reunion seiner alten Band Cream, zum anderen tourte Clapton ausgiebig als Solokünstler (wovon das Live-Album „One More Car, One More Rider“ zeugt) und seinem Idol, der Blues-Legende Robert Johnson, widmete er gleich zwei Alben („Me And Mr. Johnson“ und „Sessions For Robert J“, 2004). Da sind fünf Jahre wie nichts vergangen.

Jetzt legt „Mr. Slowhand“ endlich wieder eigenes Material vor, an dem er in der letzten 1½ Jahren gearbeitet hat. Im Studio stand ihm erneut sein langjähriger Partner Simon Climie zur Seite, der sowohl als Co-Songwriter von fünf Tracks, als auch als Produzent des neuen Albums „Back Home“ in Erscheinung trat. Ein Dutzend Songs wurden so mit der klassischen Eric-Clapton-Studiobesetzung aufgenommen: Steve Gadd an den Drums, Nathan East (Bass), Andy Fairweather Low und Doyle Bramhall II (Gitarre) sowie Keyboarder Billy Preston. Als Gäste spielten u.a. John Mayer (Gitarre) und Steve Windwood (Synthesizer) auf der Platte mit.

Musikalisch nimmt sich Eric Clapton auf seinem neuen Album entspannten R&B-, Soul- und Reggae-Klängen an, ließ es sich aber nicht nehmen, mit „Love comes to everyone“ (George Harrison), „Going left“ (Stevie Wonder), „One day“ (Vince Gill) und „Love don’t love nobody“ (The Spinners) ein paar Coverversionen einzustreuen. Seiner alten Blues-Leidenschaft kommt er zudem mit dem Track „Lost and found” nach. Doch das Hauptaugenmerk liegt heuer bei R&B („Piece of my heart“), Soul („So tired“, „Love don’t love nobody”) und Reggae („Say what you will“, „Revolution”). Dabei stellt sich Clapton als ungewöhnlich guter Soulsänger heraus, der den Songs durch seine Stimme Tiefe und Authentizität verleiht. Trotzdem: Besonders innovativ ist das Ganze nicht.

Obwohl technisch auf höchstem Niveau, klingt das Album zu routiniert und geizt mit echten Highlights und Innovationen. Allerdings kauft auch niemand ein Album von Mr. Slowhand, um den neusten Trends hinterher zu hecheln. Clapton – da weiß man, was man hat. Dennoch ist „Back Home“ durch und durch harmlos und lässt die Grenze zur gepflegt langweiligen Fahrstuhlmusik ein ums andere Mal verwischen.

Anspieltipps:

  • One day
  • I’m going left
  • Run home to me
  • Love comes to everyone
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