Iron Maiden - Death On The Road - Cover
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Iron Maiden Death On The Road


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 94 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Iron Maiden bräuchten eigentlich nichts Neues mehr veröffentlichen. Bruce Dickinson (Gesang), Dave Murray (Gitarre), Adrian Smith (Gitarre), Janick Gers (Gitarre), Steve Harris (Bass) und Nicko McBrain (Schlagzeug) könnten sich einfach zur Ruhe setzen und von ihren Tantiemen leben. Das metallene Herz schlägt aber nicht für Urlaub am Strand und Schirmchencocktails. Und so bringen die eisernen Jungfrauen auch heute noch in schöner Regelmäßigkeit Platten auf den Markt. Das letzte Studioalbum hieß „Dance Of Death“, dem nun mal wieder ein Live-Album folgt. „Death On The Road“ ist nach „Live After Death“ (1985), „A Real Live One“, „A Real Dead One“, „Live At Donnington“ (alle 1993), „Rock In Rio“, „Beast Over Hammersmith“ und „The BBC Archives“ (aus dem Box-Set „Eddie’s Archive, 2002) das insgesamt achte Live-Album der Heavy-Metal-Pioniere.

Trotz interner Streitereien und längeren Pausen hat man es geschafft, die Fangemeinde konstant mit neuen Outputs bei Laune zu halten, was zeitweise zu einer grotesken Veröffentlichungsflut führte. Angesichts dieser Tatsache drängt sich natürlich die Frage auf, ob ein weiteres Live-Album von Nöten gewesen sei. Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: Nein, mit einem dicken „Aber“.

Natürlich sind es immer dieselben Songs wie „The number of the beast“, „Iron Maiden“, „Hallowed by the name“, „The trooper“, „Wrathchild“ und „Fear of the dark”, wenn das Sextett ein eineinhalbstündiges Konzert zum Besten gibt. Auch „Death On The Road” macht da keine Ausnahme. Aber diese Tracks sind einfach einmalig und stellen das Lebensgefühl einer ganzen Generation in ein paar Riffs und Akkorden dar. Dass die neuen Platten nicht mehr so gelungen sind wie die alten, ist auch klar, aber dadurch ist unsereins umso glücklicher, wieder einmal neues Live-Material der Klassiker zu bekommen. Schließlich weiß der Fan bei „Live After Death“ punktgenau, wann Dickinson „Uh“ und wann er auf „Live At Donnington“ „Ah“ ins Mikro stöhnt.

Iron Maiden bleibt ein Erlebnis, vor allem live. Wenn man zu Hause bei „The number of the beast“ nicht „Woe to you, oh earth and sea, for the devil sends the beast with wrath, because he knows the time is short. Let him who hath understanding reckon the number of the beast, for it is a human number, it´s number is six hundered and sixty six.” mitgrölt, war noch auf keinem Konzert und sollte das schleunigst nachholen. Dort fällt dann auch nicht auf, wenn mehrmals „Dortmund” oder „Westfalen Halle” in einwandfreiem Deutsch vom Sänger gegrölt wird, um die Menge anzuheizen. Sie haben es eben noch immer drauf, zwar nicht mehr so wie in den 80er Jahren („22 acacia avenue“ von „Live After Death“ legt darüber ein gutes Zeugnis ab), aber dafür darf heute das Publikum die Hälfte des Refrains von „Journeyman“ singen. Und das ist doch auch was.

Anspieltipps:

  • Fear Of The Dark
  • No More Lies
  • Wrathchild
  • The Number Of The Beast
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