Natalie Imbruglia - Counting Down The Days - Cover
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Natalie Imbruglia Counting Down The Days


  • Label: Arista/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das dritte Werk „Counting Down The Days“ weiß irgendwie nicht wirklich zu beeindrucken.

Das Zählen der Tage wurde nach der Veröffentlichung des Albums „Left Of The Middle“ zu einer unverhinderlichen Tortur. Zwar lieferte Natalie Imbruglia nur ein mittelmäßig-gutes Album ab, hatte aber mit „Torn“, „Big Mistake“ und „Wishing I Was There“ die Ohrwurm-Charts der nächsten anderthalb Jahre erobert. Vier Jahre musste der geduldige Fan warten bis das würdige zweite Album der attraktiven Australierin erschien. „White Lillies Island“ bekam zwar nicht den Erfolg, den es eigentlich verdient hätte, war aber künstlerisch ein überragend-gutes Popalbum. Eigentlich hätte danach kein Album mehr kommen müssen und von daher sind die letzten vier Jahre, die auch dieses Album brauchte, wie im Flug vergangen. Dazu kamen TV-Rollen und eine Nebenrolle in „Johnny English“ mit Rowan Atkinson.

Nun liegt das dritte Werk „Counting Down The Days“ vor und weiß irgendwie nicht wirklich zu beeindrucken. Musikalisch liegt es zwischen den beiden vorigen Alben und bietet kaum neues und nennenswertes. Songs wie die Single „Shiver“ und „Perfectly“ ziehen spurlos an einen vorbei und erinnern an mittelmäßige Radiosongs, die man auf der Fahrt zur Arbeit hören muss. Erst „Slow Down“ kann dank seines Refrains die letzten geduldigen Fans ansprechen. „I Won’t Be Lost“ gehört zu den Songs, die man am liebsten auf einem Mixtape für einen regnerischen Tag allein im Bett. Er wäre auf „White Lillies Island“ allerdings einer der schlechteren Songs. „On The Run“ gehört zu den schlechtesten Songs des Albums. Eigentlich sollte es eine traurige Ballade sein, aber dem Song fehlt die Dynamik, um überhaupt den Hörer anzusprechen.

Hingegen erscheint gegen Ende doch noch ein wirklich gutes Lied. „When You’re Sleeping“ wird von zum ersten Mal seit Beginn der CD einfühlsam in das Mikrofon gehaucht, die Streicher unterstützen die Sehnsucht, die Akustik-Gitarre sorgt für die nötige Dynamik. Ein Song, der beinahe das gesamte Album wieder gut macht. „Come On Home“ ist hingegen das Paradebeispiel für die Angst, die man nach dem Debütalbum hatte: Ein paar Gitarren, lauter Gesang im Refrain, alles irgendwie sehr uninspiriert und bequem für Radiosender gebastelt.

Das gelungene zweite Album versprach eine sehr interessante Künstlerin. Der Beweis bleibt jetzt leider aus und die Angst, nun doch nur noch Radiomusik-Alben von Ms. Imbruglia zu hören, steigt.

Anspieltipps:

  • Slow Down
  • I Won’t Be Lost
  • When You’re Sleeping
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