Paul Brady - The Paul Brady Songbook - Cover
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Paul Brady The Paul Brady Songbook


  • Label: Hypertension/SOULFOOD
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus der Sparte „Gut, aber international weitgehend unbekannt“ stammt der nord-irische Sänger und Songschreiber Paul Brady. Während seiner Collegezeit in Dublin, Mitte der 60er-Jahre, begann Brady seine Musikleidenschaft in eigenen R&B- und Soul-Bands umzusetzen, indem er Klassiker von James Brown, Ray Charles, Muddy Waters und Chuck Berry nachspielte. Seine professionelle Karriere fing 1969 mit dem Einstieg in die Folk-Band The Johnstons an, mit der er sieben Alben aufnahm. Danach machte er mit der legendären Irish-Folk-Truppe Planxty und als Solokünstler von sich reden.

Ende der 70er-Jahre verließ er seine Folkwurzeln und wandte sich dem Rock ’n Roll zu. Er tourte als Support für Eric Clapton und Dire Straits und schrieb zusammen mit Mark Knopfler (Dire Straits) den Soundtrack zum Film „Cal“. Seine Songs wurden von diversen Künstlern wie Tina Turner („Paradise is here“), Santana („Night hunting time“), Bonnie Raitt („Luck of the draw“) oder Dave Edmunds („Steel claw“) aufgegriffen. Paul Brady gilt heute als eine der großen irischen Rockstimmen, mit deutlicher Reminiszenz an Kollege Van Morrison, der allerdings mehr in Richtung Jazz und Blues tendiert.

Paul Bradys neueste Produktion „Songbook“ ist eine Reflektion auf seine gesamte Laufbahn als Musiker und präsentiert auf einer 180minütigen DVD sowie einer begleitenden CD die unterschiedlichsten Entwicklungen seiner Songwriterkunst in einem neuen, „Unplugged“-artigen Gewand. Zusammen mit zahlreichen musikalischen Gästen wie Mary Black, Sänger und Saxophonist Curtis Stigers, Shea Fitzgerald und Anthony Drennan werden dem Hörer 12 (DVD: 32) Songs vorgestellt, die von ausufernd fröhlichen Sing-Alongs („Oh what a world“, „The world is what you make it“) über hymnische Halbballaden voll packendem Optimismus („I will be there“), traurig schönen Folkballaden („Nobody knows“), energischen Folkrockern („Nothing but the same old story“) bis hin zur Kollaboration mit Ex-Boyzone-Star Ronan Keating („The long goodbye“) reichen. Paul Brady zieht alle Register und bietet eine erdige Werkschau seines Schaffens, die den „Unplugged“-Gedanken neu belebt.

Mit klassischer Instrumentierung, in heimeliger Atmosphäre im Sommer letzten Jahres live eingespielt, liefern die beteiligten Musiker eine stimmungsvolle Performance ab, die richtig Lust auf einen Besuch der grünen Insel macht. Manchmal ist es eben ganz simpel: Mit einfachen Mitteln, ausgereiftem Songwriting und herausragenden Musikern wird innerhalb eines Tages ein entspanntes Folkalbum aufgenommen, das schlicht und ergreifend Spaß macht und zudem Einsicht in Paul Bradys Karriere bietet.

Anspieltipps:

  • Crazy dreams
  • I will be there
  • Oh what a world
  • The long goodbye
  • Nothing but the same old story
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