Phoenix - Live! Thirty Days Ago - Cover
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Phoenix Live! Thirty Days Ago


  • Label: Labels/EMI
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Live klingen die Songs um einiges direkter und nicht ganz so versponnen wie auf den Studioalben.

Phoenix ist eine Band, die sich bei allem, was sie tut, unheimlich viel Zeit lässt. Seit 1995 spielen die Franzosen Thomas Mars (Vocals), Branco Mazzalai (Gitarre), Christian Mazzalai (Gitarre) und Deck D’Arcy (Bass) – alias Phoenix – jetzt schon zusammen. Doch in dieser Zeit hat es lediglich zu zwei Studioalben gereicht. Im Juni 2000 erschien das hochgelobte Debütalbum „United“, dem vier Jahre später das Werk „Alphabetical“ folgte. Schön, dass nun wenigstens ein spontanes Live-Album dazwischen geschoben wird, bis man mit neuem Material der Kritikerlieblinge rechnen kann.

Das vorliegende Material stammt von der vor kurzem abgeschlossenen Welttournee, auf der Phoenix 80 Konzerte in 20 Ländern spielten, wobei ganz explizit die Skandinavien-Gigs in Norwegen (Rockefeller/Oslo, Folken/Stavanger), Finnland (Tavastia/Helsinki), Schweden (Berns/Stockholm) und Dänemark (Vega/Kopenhagen) zwischen dem 24. September und 01. Oktober 2004 mitgeschnitten wurden. In weniger als einem Monat wurden die zehn Tracks für „Live! Thirty Days Ago“ abgemischt und auf CD gepresst, sodass es sich in wahrsten Sinne des Wortes um brandheißes Material handelt. Allerdings ist beim Erwerb eine gewisse Eile angesagt, da das Album nicht nachgepresst wird. Wer also die Songs von „United“ und „Alphabetical“ in etwas raueren, rockigen und kraftvollen Live-Versionen hören möchte, muss sich ran halten!

Live klingen die Songs um einiges direkter und nicht ganz so versponnen wie auf den Studioalben. Trotzdem bleibt Phoenix’ ureigene Symbiose aus Rock („If I ever feel better“), Electronica („Funky squaredance”), Easy Listening („You can’t blame it anybody“) und eingängigem Pop („Everything is everything”) soweit erhalten, dass man auch als Nichtbesitzer der Studiowerke erahnen kann, in welchen musikalischen Sphären die Band schwebt. Für Fans ist „Live! Thirty Days Ago“ sowieso ein Pflichtkauf. Aber in diesem Fall taugt das Album auch zum gepflegten Kennenlernen einer durchweg interessanten Gruppe, die sich bei ihren Produktionen leider immer viel zu viel Zeit lässt.

Anspieltipps:

  • Too young
  • Alphabetical
  • Love for granted
  • Victim of the crime
  • Funky squaredance
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