2Pac - Resurrection - Cover
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2Pac Resurrection


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Tupac Resurrection“, mit diesem Namen werden Soundtrack, Dokumentarfilm und die Autobiographie erscheinen. Filme über 2Pac erschienen in den letzten Jahren genügend („Thug immortal“, „Before I wake“, „Tupac versus“), allerdings handelt es sich hierbei um die erste offizielle Autobiographie von 2Pac. Zusammengestellt wurden diese Materialien von Regisseur und Produzent Lauren Lazin (MTV Diary, Cribs) und von 2Pacs Mutter und Black-Panther-Anhängerin Afeni Shakur, die ebenfalls Heimvideos, Bilder und Briefe die 2Pac während seiner Gefängnisaufenthalte schrieb, bereitstellte. So lebt der in Brooklyn, New York, geborene und in Las Vegas gestorbene Gangsta-Rapper immer wieder auf und wird somit nicht in Vergessenheit geraten. Der Sohn von Afeni Shakur kam immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und musste so seinen ersten No.1-Erfolg mit dem dritten Album „Me against the world“ (1995) im Gefängnis miterleben. Den Durchbruch schaffte er jedoch bereits mit seinem Debütalbum „2Pacalypse now“ (1991) und dem Nachfolger „Strictly for my n.i.g.g.a.z.“ (1993). Das erfolgreiche Doppelalbum „All eyez on me“ (1996) erreichte Kultstatus. Nach dem 13. September 1996 (Todestag) wurden jede Menge Soloalben mit unveröffentlichtem Songmaterial herausgebracht, was sich durch die Riesenmenge an hinterlassenen Songs erklären lässt, die 2Pac seiner Mutter gab.

Nun also zum Soundtrack, der ausschließlich Songs von und mit 2Pac enthält. Zuerst einmal zu den neuen bzw. erneuerten Songs auf dem Soundtrack. „Ghost“ ist einer dieser erneuerten Titel, denn ursprünglich wurde „Ghost“ von DJ Pooh produziert und wird im modernisierten Gewand von keinem geringeren als Marshall Mathers, alias Eminem, präsentiert. Der langsame, melodische Beat passt erste Sahne zu 2Pacs Lyrics. Die einleitenden Worte in diesem Song “You motherfuckas can’t stop me, even if I die I’m gonna be a fuckin’ problem. Do you believe in ghosts, motherfucka? Real live, back … ghosts – Fear me!”, stammen allerdings nicht von 2Pac selbst. In „One day at a time (Em’s Version) fügte sich Eminem mit einem Rap in den bestehenden 2Pac/Outlawz-Song ein, der mit „Clap“-Sounds versehen wurde. Bei „Runnin’ (dying to live)“ ist lediglich in Sachen Konzept alles beim alten geblieben und zwar blieb die Kollaboration zwischen 2Pac und The Notorious B.I.G. sowie Biggies Lyrics bestehen. Runnin’ war noch einer der Songs, die beide vor ihrem heftigen Streit aufgenommen hatten. Der Song wurde ebenfalls von Eminem produziert, der die alten Lyrics von 2Pac herausnahm und durch neue ersetzte und auch den Beat total umänderte. Viel basslastiger kommt der Sound daher und anstelle des femininen Refrains wurde ein computergenerierter Refrain eingesetzt. Der bereits auf vielen Mixtapes veröffentlichte „The realest killaz“ gehört auch noch zu den neueren Songs. Produziert wurde der Song von Red Spyder und enhält 50 Cent als Gastrapper, der seine typischen Schusssamples mit hineinbrachte. Man bediente sich, was den Sound betrifft, aber auch inhaltlich, bei den beiden Songs „Hail mary“ und „Smile“ (Scarface und 2Pac). Die Lyrics von 50 Cent richten sich an einen gewissen „Möchtegern-2Pac“, natürlich ist wiederum Ja Rule gemeint. Man muss jedoch anmerken, dass dieser Song einfach sehr gut abgestimmt ist und die Mischung gut passt.

Die restlichen Songs wurden bereits zu 2Pacs Lebzeiten veröffentlicht. Das aggressive „Death around the corner“ wurde auf dem Album „Me against the world“ veröffentlicht, während „Starin' through my rear view“ aus dem „Gang Related“-Soundtrack ist. Die Uptempo-Nummer „Holler if ya' hear me“ („Strictly for my n.i.g.g.a.z“), der smoothere „Bury me a g“ (Thug Life Vol.1) und der fröhlichstimmende Song „Str8 ballin'“ (Thug Life Vol.1) sind ebenfalls mit von der Partie. Außerdem gelang es Ihnen, mit „Same song“ einen Klassiker von Digital Underground mit 2Pac aus deren „This is an EP“ für das Album zu gewinnen. Mit Digital Underground hing 2Pac vor allem in seiner Anfangszeit als Rapper und Tänzer rum.

Die Mixtur aus altem, erneuertem und neuem Songmaterial könnte man auch als zweites „Greatest Hits“-Album sehen, da sich keines der hier veröffentlichten Stücke auf der offiziellen „Greatest Hits“-Platte befand. Für alle Fans, die 2Pacs Werke erst seit den erfolgreichen Death-Row-Zeiten sammeln, werden diese Stücke eher unbekannt sein. Besitzer der früheren Werke werden an diese Songs wieder erinnert werden. Seine Texte und sein von ihm vorausgesehener Tod, der dann letztendlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere wirklich eintrat, machten ihm zum Idol vieler Rapper und seiner Fans. Die Spekulationen über einen vorgetäuschten Tod und dem zusätzlichem Geschüre von Gerüchten des Death-Row-Labelbosses Suge Knight über die 7-day-theory, wonach 2Pac am siebten Todestag zurückkehren werde, wie einst der italienische Politiker und Philosoph Niccolo Machiavelli, der seinen Tod nur vortäuschte, vergrößerten den Hype um die Person 2Pac, der nun schon über sieben Jahre anhält.

Anspieltipps:

  • Ghost
  • Runnin’ (dying to live)
  • Holler if ya’ hear me
  • Starin' through my rear view
  • Str8 ballin'
  • The realest killaz
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