Judy Bailey - Found The Sun - Cover
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Judy Bailey Found The Sun


  • Label: J-Star/BMG
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Vom christlichen Glauben inspirierte Musiker werden von weltlicher Seite gemeinhin etwas belächelt und nicht wirklich ernst genommen. Schließlich ist populäre Musik spätestens seit Elvis Presley gleichbedeutend mit „Sex, Drugs & Rock ’N Roll“ und nicht kompatibel mit Parolen wie „Jesus loves you!“. So jagt ein Klischee das andere und das, obwohl die meisten Hörer es gar nicht merken würden, wenn sie es mit einer Platte dieser so genannten „Bibel-Rocker“ zu tun hätten.

Die 35-jährige Judy Baily zählt sich auch zur Sparte christlicher Musiker. Obwohl in London geboren, verbrachte sie ihre Jugend unter der karibischen Sonne auf Barbados. Dort machte sie bereits mit 19 Jahren als Musikerin von sich reden und konnte für ihre erste Produktion den „Gospel album of the year“-Award einheimsen. Nach einem achtjährigen Psychologiestudium in ihrer englischen Heimat und fünf Soloalben, erschien im Herbst diesen Jahres mit „Found the sun“ das inzwischen sechste Werk der sympathischen Songschreiberin auf dem Majorlabel J-Star/BMG.

Nachdem sich bereits die erste Singleauskopplung „Extraordinary light“ in den deutschen Charts platzieren konnte, stehen auch die Chancen für das Album nicht schlecht, das mit seiner durchgehend positiven Stimmung und einer frischen Mischung aus Pop und Rock, einer exotischen Priese Reggae und afrikanischen Einflüssen wie eine Verlängerung des Traumsommers 2003 wirkt. So gibt es zum Beispiel mit „Found the sun“, „Naked“, „Right here“ und „What I need“ einige relaxte Gute-Laune-Hymnen zu begutachten, die mit ihren radiotauglichen Melodien gut ins Ohr gehen und einfach nette Popmusik darstellen, ohne Anspruch auf besondere Kunstfertigkeiten zu erheben. In diesem Sinn bietet das Album ein Dutzend Songs mit gut verträglicher Popmusik, die keinem weh tut oder auf die Nerven fällt.

Belanglos ist vielleicht etwas hart ausgedrückt, trifft aber im Prinzip den Kern. Mit „Found the sun“ kann Judy Bailey nicht aus der breiten Masse des Popeinerleis heraustreten. Sie liefert gute Hausmannskost ab, mit der man/frau weder positiv noch negativ auffällt. Die Stücke gehen zwar ins Ohr, können dort aber nicht hängen bleiben. Besonderer Tiefgang, der den fehlenden Hitappeal auffangen könnte, wird leider auch nicht geboten, sodass das sechste Werk der Londonerin, die inzwischen in Deutschland lebt, nicht mehr als ein flüchtiges Erlebnis darstellt.

Anspieltipps:

  • Naked
  • I know
  • Hopestop
  • Praying god
  • Found the sun
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